Newsletter
2/2006
nachrichtlich an :
- Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Thüringen des Freistaates Thüringen
- Landesjugendamt Thüringen
- Jugendämter des Freistaates Thüringen
- Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder-
und Jugendschutz Thüringen e.V.
- Partner und Interessierte der LAG Kinder- und
Jugendschutz Thüringen e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem zweiten Newsletter in diesem Jahr möchten wir Ihnen
an dieser Stelle kinder- und jugendschutzrelevante Informationen
weitergeben.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Gern können Sie uns Vorschläge zu Themenbereichen des
Kinder- und Jugendschutzes mitteilen, die in den kommenden Rundschreiben
thematisiert werden sollen. Die bisher erschienen Ausgaben unseres
Newsletters sind auf unserer Website einsehbar.
Ihr Heiko Höttermann
Geschäftsführer der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen
e.V.
Falls Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr
erhalten möchten, tragen Sie sich bitte hier aus.
Themen und Inhalte
1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle
2. Jugendschutz – Schlagzeilen
3. Jugendmedienschutz
4. Konsumverhalten
5. Sucht und Prävention
6. Gewalt
7. Rechtsextremismus
8. Sexueller Missbrauch, Gewalt,
Vernachlässigung
9. Literaturhinweise; Publikationen
10. Impressum
1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle
Malbuchaktion: „Nein heißt nein!“
Gefahren erkennen – Vorgehen bei Notfällen
Über 1086 Sponsoren unterstützen das Malbuch
zur Gewaltprävention bei Kindern
Das Malbuch „Wahre Freunde“ ist ein richtiges Gemeinschaftswerk.
Insgesamt 1086 Sponsoren aus dem gesamten Bundesland Thüringen
die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen
e.V. und der GH Verlag aus der Lutherstadt Wittenberg, der die
Idee zu diesem Buch hatte, trugen dazu bei, dass jetzt mehr als
4000 pädagogisch wertvolle Malhefte kostenlos in den Schulen,
Kindergärten- und Horteinrichtungen im gesamten Bundesland
Thüringen verteilt werden können. Die Kinder im Alter
von 5 bis 8 Jahren lernen in diesem Buch die Notrufnummern u.a.
die des Kinder- und Jugendsorgentelefons des Freistaates Thüringen „0800-0080080“.
Sie erlernen weiterhin die wichtigsten Tätigkeiten der Polizei,
der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. In diesem Buch beschäftigen
sich die Kinder in einer nachgestellten Bildgeschichte auch mit
dem Thema: “Geh nicht mit fremden Personen mit“. Ob
eine Person gefährlich ist oder nicht, kann man an seinem Äußeren
nicht erkennen. Viele Täter, die von der Polizei festgenommen
wurden, sehen völlig unscheinbar oder sympathisch aus. Um
an ihre Opfer heranzukommen benehmen sie sich meist sehr nett und
freundlich - also Vorsicht bei Fremden! Die Comicfigur Eddi führt
die Kinder dabei durch das Malbuch, stellt Fragen und gibt kindgerechte
Hinweise zum Verhalten in bestimmten Situationen.
Eine Übergabe der Malbücher an eine 3. Grundschulklasse
erfolgte am 10. Januar 2006 in der Einrichtung des Kinder- und
Jugendschutzdienstes „Haut-Nah“ am Mainzerhofplatz
3 in 99084 Erfurt um 9.30 Uhr.
Mit den Mal- und Arbeitsbüchern wird die Präventionsarbeit
der elf Kinderschutzdienste Thüringens im Rahmen der Erziehungsarbeit
für Kinder im Grundschulalter ausgebaut:
(Quelle: Thüringer Allgemeine: 11.01. 2006)
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
„ES DEN KINDERN RECHT MACHEN...“
„Tag der gewaltfreien Erziehung“
am 28. April, im Freizeittreff Petersberg
Erstmals rief die LAG Kinder- und Jugendschutz gemeinsam mit dem
Kinderschutzbund, LV Thüringen, dem Jugendamt Erfurt, freien
Trägern der Jugendhilfe und Familienzentren aus Erfurt in
diesem Jahr am 28. April zum Tag für gewaltfreie Erziehung
auf. In anderen Ländern hat dieser Tag bereits Tradition.
Wir nehmen dieses Datum zum Anlass, an das Recht aller Kinder auf
gewaltfreie Erziehung zu erinnern. Seit dem Jahr 2000 haben Kinder
ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Doch viele Kinder in Deutschland
wissen noch nichts von diesem Recht. Und viele Kinder wissen nicht,
an wen sie sich wenden sollen. Das kostenlose Kinder- und Jugendsorgentelefon
(0800 - 0080080) des Freistaates Thüringen ist eine unkomplizierte
Antwort auf Sorgen und Nöte von Kindern und Jugendlichen.
Nähere Informationen folgen in Kürze.
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
„Traumazentrierte Psychotherapie und Trauma-Beratung“
3. Ausbildungskurs für die Ausbildung als TraumatherapeutIn
und TraumaberaterIn
Von der Fortbildungskommission für Psychologische Psychotherapeuten
und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Thüringens zertifiziert.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen
e.V. führt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychotraumatologie
und Traumatherapie Niedersachsen ein 5-teiliges Fortbildungscurriculum
durch: II Blockseminar 22. – 24. Mai 2006
Ort: Bildungsstätte der Lebenshilfe "am Luisenpark",
Winzerstraße 21, Erfurt.
Nähere Informationen dazu auf unserer Website.
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Vorinformation:
Fachtagung: „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
nach § 8a SGB VIII“
Öffentliche und Freie Träger in gemeinsamer Verantwortung
Termin: 28. Juni 2006, 09:30 bis 17:00 Uhr
Ort: Erfurt, Augustinerkloster
Mit der Einfügung des neuen § 8a SGB VIII, dem Schutzauftrag
bei Kindeswohlgefährdung, sind nicht nur die Aufgaben des
Jugendamtes, sondern auch die der freien Träger der Jugendhilfe
konkretisiert worden. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder-
und Jugendhilfe „KICK“, das soeben in Kraft getreten
ist, hat den Schutzauftrag der Jugendämter und der freien
Jugendhilfe stärker herausgearbeitet. Der Schutzauftrag soll
insbesondere dadurch gewährleistet werden, dass in Vereinbarungen
mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste, die Leistungen
nach dem SGB VIII erbringen, sichergestellt wird, dass diese den
Schutzauftrag in gleicher Weise wie das Jugendamt wahrnehmen. Falls
die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung
abzuwenden, sollen sie das Jugendamt informieren. In diesem Zusammenhang
werden an alle Beteiligten zusätzliche Herausforderungen gerade
im Hinblick auf die Kooperation gestellt. Diese gilt es kompetent
und zukunftsweisend zu gestalten, um einen Beitrag zu einer qualitativen
Weiterentwicklung des Hilfesystems zu leisten.
Die Fachtagung verfolgt das Ziel, Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung
unter rechtlichen Gesichtspunkten zu erörtern. Besteht zwischen
Fachlichkeit bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und der
möglichen strafrechtlichen Verantwortung ein Widerspruch oder
sind die Anforderungen deckungsgleich?
Durch Vorträge und Diskussionen soll das Spannungsfeld zwischen
Elternrecht und Kindeswohl sowie die Tragweite der Befugnisse des
staatlichen Wächteramtes beleuchtet werden.
Eine gesonderte Einladung inkl. Programmablauf folgt in Kürze.
Das Programm sowie ein Anmeldeformular steht auf unserer Webseite
ab Ende Mai zum Download zur Verfügung: www.jugendschutz-thueringen.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Aktuelle Statistik: „Kinder- und Jugend-Sorgentelefon
im Freistaat Thüringen“
Mit dem Kinder- und Jugend- Sorgentelefon des Freistaates Thüringen
verfügen wir über ein niedrigschwelliges Angebot für
Kinder und Jugendliche, die in einer aktuellen Krise und bei persönlichen
Problemen, Information, Rat, sowie bei akuten Notlagen auch sofortige
Hilfe erhalten können. Dieses Projekt der LAG Kinder- und
Jugendschutz Thüringen e.V., wird vom Thüringer Ministerium
für Soziales, Familie und Gesundheit finanziert und durch
die Arbeitsgruppe „Sorgentelefon“ fachlich unterstützt.
Insgesamt wurden 31.456 Belegungen sowie 18.348 Gespräche
in den acht Telefonstandorten registriert.
Prozentualer Anteil der zentralen Problemlagen 2005 im Vergleich:
- Partnerschaft/Freundschaft 26, 8 %
- Familienprobleme 19,2 %
- Gewalt 11,7 %
- Psychische Probleme 11,1 %
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Aktuelle Statistik: „Kinder- und Jugendschutzdienste
im Freistaat Thüringen“ – Statistik 2005
Die folgenden ausgewählten statistischen Daten 2005 dokumentieren
die Fallarbeit der "Thüringer Kinder- und Jugendschutzdienste" im
Jahr 2005
In 11 Kinder- und Jugendschutzdiensten (Erfurt, Weimar – Weimarer
Land, Jena, Gera, Greiz, Bad Salzungen, Unstrut - Hainich Kreis
Mühlhausen, Heiligenstadt, Nordhausen, Gotha, Suhl) waren
im vergangenen Jahr 29 Fachkräfte tätig. In 6 Fachdiensten
konnte aus verschiedenen Gründen nur verkürzt gearbeitet
werden. Mit jenem Fachkräftepersonal wurde eine Arbeit geleistet,
die längst die Grenzen der Belastbarkeit erreicht hat. Die
statistischen Übersichten zeigen ein gleichbleibend hohes
Niveau der Fallarbeitszahlen (2005: 947).
Nachfolgende Problem-Nennungen steigen, bzw. verharren auf
hohem Niveau:
- Psychische Misshandlung
- Sexuelle Misshandlung
- Scheidung der Eltern
- Sonstige innerfamiliäre Probleme (z.B. Vernachlässigung)
Folgende Trends und Erkenntnisse lassen sich aus der Statistik
2005 entnehmen:
- Einen vorderen Platz nehmen innerfamiliäre Probleme einschließlich
Scheidungsproblematik als Ursache von Gewalt gegen Kinder und
Jugendliche ein
- Ein Zuwachs ist in der Fallarbeit bei Jungen ab 7 Jahren zu
verzeichnen
- Bei körperlicher, psychischer und sexueller Misshandlung,
Vergewaltigung und Vernachlässigung sind gleichbleibende
hohe Fallzahlen festzustellen
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
2. Jugendschutz-Schlagzeilen
Jugendschutz und kommunaler Jugendförderplan
Es wird immer wieder die Frage gestellt, inwieweit die AJS Unterstützung
für die Erstellung der kommunalen Jugendförderpläne
anbieten kann – in Form von Koordination / Materialien /
Positionspapieren / Fortbildungen. Aus den Äußerungen
von Kollegen/innen wissen wir, dass auch eine gewisse Eile bei
der Umsetzung kommunaler Jugendförderpläne geboten ist,
weil die Vorbereitungen in vielen Kommunen schon weit gediehen
seien. Wir sondieren zurzeit die Situation und werden nach den
Osterferien einen Vorschlag machen.
Auf folgende Veröffentlichungen weisen wir hin:
Kinder- und Jugendförderplan 2005 – 2006 Jugendamt
der Stadt Düsseldorf: http://www.duesseldorf.de/jugendamt/dwn/kjfoeplan.pdf
Konzeption zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und zur
Förderung der Erziehung in der Familie, Stadt Menden, Jugend
und Soziales, Uschi Rodenthal, Telefon 02373/903-497, Telefax -386;
e-mail: u.rosenthal@menden.de .
Empfehlungen zur Umsetzung des 3. AG KJHG NRW auf der kommun.
Ebene: http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Landesjugendamt/LJA/jufoe/3agkjhgnrw/index2_html
Quelle: Newsletter Kinder- und Jugendschutz in NRW
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Neues Online-Handbuch
www.handbuch-jugendschutz.de
Wer sich über die zentralen Begriffe des Kinder- und Jugendschutzes
sachgerecht informieren möchte, kann jetzt unter www.handbuch-jugendschutz.de auf
ein spezielles „Online-Handbuch“ zurückgreifen,
das von einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Bruno W. Nikles im Fachbereich
Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen entwickelt
wurde.
Neben den zurzeit 120 Begriffserläuterungen gibt es Hinweise
auf Literatur und weitere Quellen. Die Links und Informationen
werden laufend ergänzt, Anregungen durch Besucher sind willkommen.
Das Handbuch leistet damit auch einen Beitrag zur Verknüpfung
verstreuter Informationsangebote. Es wurde im Fachbereich Bildungswissenschaften
erarbeitet und wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz in Berlin zu einem zentralen Informationsinstrument
ausgebaut. Zu den Zielgruppen dieses Internet-Angebotes zählen
unter anderem Fachkräfte in Jugendhilfe und Schule sowie Studierende.
Quelle: BAJ, http://www.bag-jugendschutz.de/index-baj.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Aufenthalt von Jugendlichen in Wettbüros
Es wird in jüngster Zeit häufig die Frage gestellt,
ob und inwieweit das Aufenthaltsverbot für Jugendliche in
Spielhallen gem. § 6 Abs. 1 Jugendschutzgesetz – JuSchG
auch für (private) Wettbüros gilt.
Dazu vertritt die AJS folgende Meinung:
Kindern und Jugendlichen kann der Aufenthalt in Wettbüros
verboten werden – auch wenn nicht eindeutig geregelt ist,
ob sich das Aufenthaltsverbot nach § 6 Abs. 1 JuSchG auf Wettbüros
bezieht. Der in dieser Vorschrift verwendete Begriff „Spielhalle“ deckt
sich mit § 33i Gewerbeordnung – GewO. Damit ist die
Aufstellung von Spielgeräten etc. gemeint. In der Regel sind
aber solche Spielgeräte in Wettbüros nicht vorhanden.
Aber im Rahmen der Gefahrenabwehr kann ein Aufenthaltsverbot für
Kinder und Jugendliche in Wettbüros dennoch durchgesetzt werden,
da Minderjährige nicht an öffentlichen Glücksspielen
teilnehmen dürfen (§ 4 Abs. 2 Lotterie-Staatsvertrag).
Ein Aufenthalt in einem Wettbüro kann aber dazu verleiten.
Die Frage, ob private Wettbüros weiterhin als unerlaubte
Glücksspiele gem. § 284 Strafgesetzbuch – StGB
anzusehen sind, soll noch in diesem Monat vom Bundesverfassungsgericht
(BverfG) entschieden werden.
Das Urteil wird unmittelbar Folgen für die anstehende Frage
des Aufenthaltsverbots für Minderjährige haben und die
hier aufgeworfene Frage hoffentlich modifiziert beantworten können.
Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt weiter berichten.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger/17.01.2006
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Volksinitiative: Keine Sonntagsöffnung von
Videotheken
Die Volksinitiative zur Sonntagsöffnung von Videotheken (siehe
Mail-Rundschreiben 32 Ziff. 3 - 5) kommt nicht zum Zuge. Der Landtag
lehnte am Donnerstag (19.01.2006) mit den Stimmen von CDU, SPD
und Grüne eine Änderung des Feiertaggesetzes ab. Nur
die FDP-Fraktion hat sich für eine solche Öffnung ausgesprochen.
Bereits in der ersten Beratung Ende November vergangenen Jahres
hatte die CDU ihre Ablehnung signalisiert. Fraktionsgeschäftsführer
Peter Biesenbach betonte in der damaligen Debatte, die CDU wolle
keinen "Rutschbahneffekt" befördern, an dessen Ende
der Sonntag ganz gleichgültig werde. Auch die Oppositionsfraktionen
von SPD und Grünen erteilten dem Vorhaben von Beginn an eine
klare Absage. Initiator der Volksinitiative war der Interessenverband
des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD).
Er sammelte mehr als 120 000 Unterstützerunterschriften von
Bürgern und übersprang damit deutlich die Hürde
für einen Erfolg von Volksinitiativen, die bei 66 000 Unterschriften
liegt. Nach Angaben des Verbandes ist es Videotheken derzeit in
neun Bundesländern erlaubt, sonntags zu öffnen. In NRW
wollte der Verband sonntags wenigstens eine Video-Öffnung
ab 13 Uhr erreichen.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 20.01.2006
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
3. Jugendmedienschutz
Kinofilm „Tal der Wölfe“ - Appellation
beantragt
Kinder- und Jugendminister Armin Laschet hat gestern (20.02.)
bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) beantragt,
die Altersfreigabe für den umstrittenen türkischen Film „Tal
der Wölfe“ auf 18 Jahre heraufzusetzen. Nach Laschets
Einschätzung können die zahlreichen Gewaltszenen dazu
beitragen, Jugendliche zu beeinträchtigen. Der Arbeitsausschuss
der FSK hatte die vom Verleiher beantragte Freigabe des Films ab
12 Jahre abgelehnt und keine Jugendfreigabe erteilt.
Nach Widerspruch durch die Verleihfirma hat die nächste Instanz,
der Hauptausschuss, den Film mit „Freigegeben ab 16 Jahre“ gekennzeichnet.
Siehe hierzu die Pressemitteilung des MGFFI unter
http://www.presseservice.nrw.de/presse2006/02_2006/060220MGFFI.php.
Wer die Begründung der FSK zur Entscheidung „Freigegeben
ab 16 Jahre“ lesen will, kann den Text einsehen unter: http://www.spio.de/index.asp?SeitID=311.
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
USK - Bilanz 2005
Insgesamt 2686 Spiele wurden im vergangenen Jahr von der USK geprüft.
Fast die Hälfte der Spiele erhielt eine Freigabe ohne Altersbeschränkung
(1189 Spiele = 44,7 Prozent). Fast 60 Prozent aller Titel erhielt
eine Freigabe unterhalb der 12 Jahre (1612). Für Kinder und
Jugendliche unter 16 Jahre wurden 77 Prozent aller Computerspiele
freigegeben (2047). Keine Jugendfreigabe (nur für Erwachsene)
erhielten 4,1 Prozent der Spiele (110). 30 Spiele erhielten überhaupt
keine Alterskennzeichnung – auch nicht die mit „Keine
Jugendfreigabe“, weil die USK diese Spiele als jugendgefährdend
eingestuft hat.
Internet: www.usk.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Minister fordert mehr Verantwortung
NRW-Jugendminister Armin Laschet hat von der Computerspielebranche
mehr Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung
junger Menschen gefordert, zugleich aber vor einer Verteufelung
von Computerspielen gewarnt. Laschet sprach zur Eröffnung
der Konferenz „Computerspiele und soziale Wirklichkeit„ der
Fachhochschule Köln und der Spieleherstellerfirma Electronic
Arts am Mittwoch letzter Woche in Köln. http://www.presseservice.nrw.de/presse2006/03_2006/060322MGFFI.php
Quelle: Newsletter des Kinder- und Jugendschutzes NRW
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Medienerziehung in Kindergarten und Grundschule
Broschüre mit großem Praxisteil – Neuerscheinung
Viele Kinder wachsen mit Medien auf und lernen sie zur Unterhaltung
zu nutzen. Für welche Fernsehsendungen, Hörkassetten
und Computerspiele interessieren sich Mädchen und Jungen?
Wie stark nutzen sie schon das Internet, wie werden sie durch Werbung
beeinflusst? Und welche Ansätze für die praktische Arbeit
gibt es? Die Broschüre enthält Hintergrundinformationen
zu den Themen Fernsehkonsum von Kindern, Nutzung von Hörkassetten,
Vorlieben bei Computerspielen und Umgang mit dem Internet. Außerdem
wird die Bedeutung von Werbung und der Einfluss von Merchandising
auf Kinder beleuchtet. Mit verschiedenen praktischen Beispielen
sollen zudem Hinweise für die konkrete Arbeit im Kindergarten
und der Grundschule gegeben werden. Kopiervorlagen erleichtern
dabei die Vorbereitung.
Bestellung
(pdf)
DIN A4, 64 Seiten 7,- €, zzgl. Versandpauschale
3,- €
Herausgegeben von:
Landesstelle Jugendschutz Nds.
Leisewitzstr. 26, 30175 Hannover
Tel.: (05 11) 85 87 88
Fax: (05 11) 2 83 49 54
E-Mail: info@jugendschutz-niedersachsen.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Links für Kinder / Jugendliche
www.blinde-kuh.de
Erste deutsche Internetsuchmaschine speziell für Kinder; gefördert
durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend (BMfFSFJ)
www.cafeterra.de
Cafeterra ist ein mehrsprachiges Portal für Jugendliche mit
und ohne Migrationshintergrund. Hier kann man Leute kennen lernen,
Fragen in der Muttersprache stellen, Artikel lesen, chatten und
im Forum posten. Gefördert 2004 vom Ministerium für Kultur
NRW und der Robert-Bosch-Stiftung.
www.checked4you.de
Das Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW mit Artikel zu Themen
rund um Geld, Shopping und Konsum. Schwerpunkte des Angebots
bilden u.a. die zahlreichen Meinungsforen oder auch der jährliche
Homepagewettbewerb "website4you".
www.internet-abc.de
Ratgeber des Vereins Internet ABC e.V. für Kinder und Eltern
zum (spielerischen) Umgang mit dem Internet; Datenbank zu Lern-,
Spiel und Kreativprogrammen.
www.isi-tv.de
Das Internetportal des Projektes [i:si] - Fernsehen von Kindern
für Kinder. Ein lokales Angebot, das sich an 9-14 jährige
Kinder richtet, die eigene Fernsehsendungen erstellen. Kurze
Ausschnitte, Bildgeschichten, interaktive Angebote und weitere
Informationen finden sich auf dieser Seite. Unterstützt
von der LfM NRW.
www.jukobox.de
Jugendportal für Kölner Jugendliche u.a. mit pädagogischen
Beurteilungen von Computer- und Videospielen; vom Amt für
Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln
www.kidsweb.de
Eine spannende und umfangreiche Seite für Kinder mit vielen
Spielen, Schulthemen, Infos, Chat, Buch- und Filmbesprechungen.
Quelle: www.familieundmedien.de/service/kinder_links.html
www.multikids.de
"Klick mich an, ich nehm' dich mit!": 40 neue Surftipps für Kinder
bei "Multikids"
Über 100 empfehlenswerte Webseiten für Kinder zum Thema Medien umfasst
die 1999 aufgebaute Linksammlung inzwischen. Damit ist das Webangebot "Multikids",
das vom Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) der Hochschule
der Medien (HdM) betreut wird, wieder auf dem aktuellen Stand.
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
4. Konsumverhalten
Neue Schriftenreihe Elternwissen
Wie im letzten Mail-Rundschreiben berichtet, gibt die Katholische
Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. eine
neue Schriftenreihe mit dem Titel Elternwissen heraus. Die erste
Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Konsum von Kindern und
Jugendlichen“. Generell gilt, dass diese Schriftenreihe nur
in größeren Stückzahlen abgegeben wird.
Alle, die sich dafür interessieren, mögen sich bitte
mit Herrn Georg Bienemann in Verbindung setzen (Telefon: (0251/54027).
Für die Zukunft ist daran gedacht, weitere interessante und
wichtige Themen zu publizieren. Jugendämter, die hier kooperieren
wollen (also als Mitherausgeber der Schriftenreihe einsteigen möchten),
sind dazu herzlich eingeladen.
Diese Einladung richtet die Landesarbeitsgemeinschaft auch an
ihre Mitgliedsverbände. Gemeinsam werden die weiteren Themen
festgelegt und die Verbreitung der Schriftenreihe abgesprochen.
Alle, die Interesse an einer Kooperation haben, sollten sich bald
an die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz
NW e.V. wenden.
Kath.LAG.Jugendschutz.NW@t-online.de
Quelle: Newsletter Kinder- und Jugendschutz NRW
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Ständig pleite? Wie Kinder den Umgang
mit Geld lernen können
Eine CD-ROM für Kinder zwischen 10 und 12
Handy im Dauerbetrieb, neueste Mode aus dem Internet, großzügiger
Umgang mit Geld – das gilt in weiten Kreisen junger Leute
als schick. Doch gelten auch die Schulden als schick, die allzu
oft dahinterstehen?
Wer cool sein will muss mithalten, koste es was es wolle. Das Taschengeld
reicht vorne und hinten nicht. Viele junge Leute können nicht
ermessen, welche Löcher Konsumwünsche in die Haushaltskasse
reißen und wie lange Eltern für die 100 Euro teuren
Schuhe arbeiten müssen. Mit dem „Taschengeldtraining“ der
Verbraucherzentrale können Kinder lernen, Einnahmen und Ausgaben
besser zu kontrollieren und auch mal ein paar Euro für spätere
Wünsche zurück zu legen.
Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium
für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie
das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.
Die CD gibt es kostenfrei in allen Verbraucherberatungsstellen.
Bei Versand fallen 2,50 Euro Versandkosten an.
Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Eugen-Richter-Straße 45
99085 Erfurt
Tel.: +49 361 55514-0
Fax: +49 361 5551440
eMail: info@vzth.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
„Handys im Alltag von Kindern und Jugendlichen“
Fachtag am 16. Mai 2006 in Stuttgart Vaihingen
Kein anderes Medium ist unter Jugendlichen derart verbreitet wie
das Handy. Telefonieren, SMS versenden oder auch fotografieren,
um die Liebsten immer bei sich zu tragen. Mit dem Handy organisieren
die jugendlichen Nutzer/innen ihren Alltag und sie geben einen
großen Teil des Taschengeldes für das Handy aus.
Nutzungsformen und die spezifische Bedeutung des Mediums Handy
in der jugendlichen Alltagswelt werden im Mittelpunkt der Tagung
stehen. Außerdem werden Fragen des Jugend- und Verbraucherschutzes
angesprochen, ebenso wie neue pädagogische Ideen rund ums
Handy.
Quelle: http://www.ajs-bw.de/zum-Thema-Medien.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
5. Suchtprävention
Jahrbuch Sucht 2006 vorgestellt
Alljährlich stellt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
(DHS) in ihrem „Jahrbuch SUCHT“ Zahlen, Daten und Fakten
zum Suchtgeschehen in Deutschland vor. „Missbrauch und Abhängigkeit
von Drogen und Suchtmitteln aller Art haben sich auf extrem hohem
Niveau eingependelt“ so Rolf Hüllinghorst, der Geschäftsführer
der DHS. Dabei nannte er es „Besorgnis erregend, dass die
Fakten, die für Abhängigkeit, Missbrauch, Einschränkung
der Gesundheit, familiäre Probleme, Gewalt und Benachteiligung
von Kindern stehen, weder zur Kenntnis genommen werden noch zu
Reaktionen führen.“
Mindestens 150.000 vorzeitige Todesfälle jährlich
Am deutlichsten wird das bei der Zahl der vorzeitigen Todesfälle:
So sterben in jedem Jahr ca. 140.000 Menschen, weil sie rauchen.
Hinzu kommen über 73.000 vorzeitige Tode aufgrund von übermäßigem
Alkoholkonsum, in der Regel kombiniert mit Tabak. Die Zahl der „Drogentoten“ lag
2004 bei 1.385 und ging 2005 noch weiter zurück.
Früherkennung, Frühintervention und Prävention
Der DHS geht es darum, so Hüllinghorst, „mehr Menschen
früher zu helfen.“ Dazu bedarf es der Zusammenarbeit
zwischen den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und anderen Arbeitsfeldern.
Quelle: Internet-Auftritt der DHS http://www.dhs.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Seminar "Suchtprävention"
Das Seminar ist eine Veranstaltung vom Fachforum Drogen der GRÜNEN
JUGEND Bundesverband und findet in Jena statt.
Das Seminar soll die Themen Konzepte zur Suchtprävention
und persönlichen Drogenmündigkeit sowie die Entwicklung
einer positiv besetzen Vision einer Drogenszene und Drogengesellschaft
zum Inhalt haben. Nach der Entwicklung des Drogenfachgeschäfte
Konzept im letzten Jahr soll nun der Konsument im Mittelpunkt stehen.
Es sollen unterschiedliche Präventionskonzepte vorgestellt
und diskutiert werden. Die zentrale Frage soll lauten: Was soll
und kann Prävention wie erreichen?
Drogenkonsum und Suchtprävention finden nicht im luftleeren
Raum statt. Deswegen soll hier auch der Einfluss der jeweiligen
Szene und Gesellschaft herausgearbeitet werden.
Das Seminar kostet 15 Euro pro Person. Reisekosten werden zu 50%
und bei Bahncard50-BesitzerInnen komplett erstattet.
Rückfragen: unter max.plenert@web.de.
Infos im Wiki: http://wiki.gruene-jugend.de/index.php/Präventionseminar
Anmeldung: www.gruene-jugend.de/anmeldung
Quelle: http://www.gruene-jugend.de/termine/event_8162.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
6. Gewalt
Schulungen zur Elternkursleitung
Der Deutsche Kinderschutzbund Thüringen bietet Ihnen auch
in diesem Jahr Schulungen zur Elternkursleitung. Seit Programmbeginn
im Jahr 2003 werden in Thüringen an verschiedenen Orten Elternkurse
erfolgreich angeboten.
Eltern und Kinder empfinden nach dem Besuch eines Kurses eine
Qualitätssteigerung in der innerfamiliären Kommunikation
mit positiven Auswirkungen auf Stress und Gewalt in der Familie.
Nicht selten wird nach einem Kursbesuch der Wunsch nach weiteren
Treffen von Eltern und Kindern bei den Trägern laut.
Das Programm:
Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband Thüringen e.V.
Dalbergsweg 8, 99084 Erfurt
Tel/Fax: 0361/65319483
Carsten Nöthling c.noethling@dksbthueringen.de
Internet: www.kinderschutzbund.de
www.starkeeltern-starkkinder.de
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Tod durch Lebenspartner
In Frankreich stirbt statistisch gesehen alle vier Tage eine Frau
an den Folgen von häuslicher Gewalt.
Wie die Regierung in Paris mitteilte, ergab dies eine landesweite
Auswertung von Todesfällen in den Jahren 2003 und 2004. Demnach
starben in diesem Zeitraum insgesamt 211 Menschen durch ihren Freund/ihre
Freundin oder Ehepartner.
Dabei waren 163 getötete Frauen Opfer von Männern. Gleichzeitig
kamen 46 Männer durch ihre Frau um. Zudem gab es zwei solcher
Todesfälle in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Besonders
Trennungsphasen sind der Untersuchung zufolge »Risikozeiträume«.
Quelle: Junge Welt Nr. 275 - 25.11.2005
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Fachgebiet Interkulturelle Kompetenz
Pädagogisches Handeln in der Einwanderungsgesellschaft
Im April 2006 startet unter Mitarbeit der Aktion Jugendschutz
ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg: Die berufsbegleitende
Weiterbildung "Pädagogisches Handeln in der Einwanderungsgesellschaft".
Die etwa einjährige Weiterbildung besteht aus aufeinander
aufbauenden Modulen mit einschlägig relevanten Themen.
Am 24. Februar 2006 findet beim Paritätischen Jugendwerk
Baden-Württemberg e.V. (PJW) in Stuttgart (Haussmannstr. 6)
eine Informationsveranstaltung mit den Verantwortlichen statt.
Mehr dazu:
http://www.ajs-bw.de/zum-Thema-Interkulturelle-Kompetenz.html#a1012
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
CDU: Handys mit einem PIN - Schutz versehen
Der Beauftragte der CDU-Landtagsfraktion für Neue Medien,
Thomas Jarzombek MdL, hat einen „Sofortplan“ zum Schutz
der Kinder vor Gewaltexzessen auf Handys vorgelegt. Unter anderem
fordert er eine Deaktivierung der Online-Funktion von Handys.
http://www.cdu-nrw-fraktion.de/1619.php?text=1143191330_pressemitteilung.txt&da
Quelle: Newsletter des Kinder- und Jugendschutzes NRW
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
7. Rechtsextremismus
Stendaler Schöffengericht fällte
Urteil
"Nazi-CD": Angeklagter freigesprochen, Neuauflage vor höherer
Instanz folgt
Das Stendaler Schöffengericht hat gestern nach zwei Prozesstagen
einen 31-Jährigen aus Kuhlhausen ( Kreis Stendal ) vom Vorwurf
freigesprochen, 50 000 Tonträger mit schwer jugendgefährdendem
Inhalt bestellt und erhalten zu haben. Die so genannte " Nazi-CD " sollte
unentgeltlich an Kinder und Jugendliche verteilt werden. Das Gericht
sah im gesprochenen Intro und den Texten der 19 Rechtsrocktitel
keine schwere Jugendgefährdung. Was auf der CD " Anpassung
ist Feigheit - Lieder aus dem Untergrund " textlich vermittelt
wird, ist rechtsextremistisch und sind systemfeindliche Stammtischparolen ",
sagte Richterin Petra Ludwig bei ihrer Urteilsbegründung.
Allerdings erreichten die Aussagen auf der so genannten Nazi-CD " nicht
die Schwelle der Strafbarkeit ".
volksstimme.de:
'Nazi-CD' - Angeklagter freigesprochen, Neuauflage vor höherer
Instanz folgt
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Seit einiger Zeit häufen sich Berichte über
rechtsextremistische Umtriebe aus thüringischen Regionen.
Der Fokus der Aufmerksamkeit hat sich seit dem Herbst 2004 (Rechter
Aufbau Ost - NPD im Sächsischen Landtag) stärker
auf den westlich benachbarten Freistaat gerichtet, den die Landesregierung
als 'Deutschlands starke Mitte' bewirbt.
Thüringen ist aufgrund seiner geografisch zentralen Lage
in den Blickpunkt rechtsextremer Protagonisten geraten, was vor
allem Immobilenkäufe und verstärkte Szeneveranstaltungen
sowie öffentliche Aktivitäten belegen.
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/22/22410/1.html&words=Rechtsextremismus
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Was ist ein Skinhead, wie sieht er heute aus?
Zwei Studien wollen belegen, dass Rechtsextremismus in Ostdeutschland
an Zustimmung verliert oder sogar out ist.
Wenn viele vieles wollen, dann gerät in der Regel einiges
durcheinander. Das ist in der Rechtsextremismus-Forschung nicht
anders, da gibt es heute beinah nichts, zudem nicht schon geforscht,
zudem alles und darum auch gar nichts gesagt wurde. Zwei neue,
kürzlich erschienene Studien bringen es nun wieder einmal
auf den Punkt, und sie wollen sogar belegen, dass Rechtsextremismus
im Osten an Zustimmung v
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/22/22453/1.html&words=Rechtsextremismus
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Lichtstrahl in den Code-Dschungel der Neonazi-Szene
Symbole wie C18, 168:1, 28, KC und WAW können vielfach nicht
auf den ersten Blick entsprechend gedeutet werden. Eine kleine
Broschüre schafft Abhilfe
In früheren Zeiten sei - wie landläufig oft kolportiert
wird - wohl einiges besser gewesen, wie auch immer. Bestimmte politische
Zusammenhänge waren zumindest visuell allerdings eindeutiger
ersichtlich. So waren dazumal Neonazis - wo auch immer in der gerade
wiedervereinigten Bundesrepublik - mehr als weniger deutlich schon
an ihrem Outfit erkennbar: Spärlich oder gar nicht vorhandener
Haarwuchs, so genannte Bomber-Jacke und Springerstiefel, diese
zumeist noch mit weißen Schnürsenkeln. Die Lochzahl
der Stiefel war da nicht einmal unbedingt ausschlaggebend.
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/21/21604/1.html&words=Rechtsextremismus
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
8. Sexuelle Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung
Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse
für Kinder
Kritisch hinsehen und bewusst auswählen!
Neues Faltblatt zu Qualitätskriterien für Selbstbehauptungs-
und Selbstverteidigungskurse für Kinder. Herausgegeben von
Aktion Jugendschutz, Landeskriminalamt Baden-Württemberg und
der Landesarbeitsgemeinschaft feministischer Beratungsstellen gegen
sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen.
Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Neuerscheinungen.html#a1040
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Neues Internetportal: www.kinderschutz.de
Die Erweiterung des Schutzauftrags der Jugendhilfe bei Kindeswohlgefährdung.
Am 01.10.2005 trat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder-
und Jugendhilfe (KICK = Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz)
in Kraft.
In diesem Zusammenhang wurden substantielle Änderungen des
SGB VIII vorgenommen, die insbesondere den "Schutzauftrag" der
Kinder- und Jugendhilfe bei Gefährdungen des Kindeswohls betreffen.
Ein effektiverer Schutz des Kindeswohls soll insbesondere durch
die Konkretisierung des Schutzauftrags des Jugendamtes (§ 8a
SGB VIII), die Neuordnung der vorläufigen Maßnahmen
bei Krisenintervention (§ 42 SGB VIII), eine stärkere
Berücksichtigung des Kindeswohls beim Sozialdatenschutz (§§ 61
ff. SGB VIII) und der verschärften Prüfung von
Personen mit bestimmten Vorstrafen (§ 72a SGB VIII) erreicht
werden: Vor dem Hintergrund dieser Neuregelungen bestehen vieler
Orts noch Unsicherheiten im Hinblick auf die veränderten Anforderungen
sowie das Verfahren im Umgang bei Kindeswohlgefährdungen.
Um diesen neuen Herausforderungen Rechnung zu tragen, werden verschiedene
Projekte und Veranstaltungen zu diesem Thema vom Institut für
soziale Arbeit e.V. Münster durchgeführt. Auf dem neuen
Internetportal www.kindesschutz.de werden
Sie aktuell und kontinuierlich über den Stand der juristischen
und fachlichen Diskussionen informiert. Zusätzlich haben Sie
die Möglichkeit, spezielle Fortbildungsangebote wahrzunehmen,
die Sie auf die Anforderungen und fachlichen Standards im Umgang
bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung vorbereitet und ausbildet.
Zudem sind dort mehrere aktuelle Expertisen und externe Angebote
zum Thema Kindesschutz (Stand Februar 2006) zu finden.
Ansprechpartner zu diesem Thema im Institut für soziale Arbeit
e.V. sind:
Dr. Sigrid Bathke und Dr. Erwin Jordan
ISA e.V. Muenster
Studtstr. 20, 48149 Münster
Telefon: 0251/92 53 6 - 0
Telefax: 0251/92 53 6 – 80
Quelle: Newsletter des ISA, 09.02.2006
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Frühwarnsystem gegen Kindesmisshandlungen
Die Bundesregierung plant den Aufbau eines Frühwarnsystems,
um Misshandlungen und Vernachlässigungen von Kindern vorzubeugen.
Damit kommt die Bundesregierung ihrer Wächterfunktion dort
nach, wo Kinder auf der Schattenseite des Lebens geboren sind und
Eltern mit der Situation überfordert sind.
"Glücklicherweise kommen die allermeisten Familien gut mit ihren
Kindern zurecht. Doch dort, wo dies nicht der Fall ist, muss auch der Staat auf
die Eltern zugehen, um von Anfang an Hilfe anzubieten", so Bundesfamilienministerin
Ursula von der Leyen. "Viele Mütter und Väter, die ihre Kinder
vernachlässigen oder misshandeln, haben häufig selbst in ihrer
Kindheit Gewalt erfahren. Diesen Kreis müssen wir unterbrechen, indem wir
früher hinschauen und von Anfang an dafür sorgen, dass alle Kinder
verlässliche Strukturen und damit einen sicheren Hafen bekommen. Daher investieren
wir insgesamt 10 Millionen Euro in Programme zum Aufbau eines sozialen Frühwarnsystems."
Ziel ist ein bundesweites Hilfsnetz aus Hebammen, Kliniken, Ärzten
und Jugendhilfe aufzubauen, um benachteiligte Kinder zu schützen
und zu fördern. Aktivitäten in den Ländern sollen
vom Bund koordiniert, begleitet und ausgewertet werden.
Auszüge aus dem Koalitionsvertrag zum geplanten Frühwarnsystem
Projekt "Frühe Förderung für gefährdete
Kinder - Prävention durch Frühförderung“
"Kinder mit sozialen und gesundheitlichen Risiken brauchen
Förderung von Anfang an. Dazu müssen Hilfen für
sozial benachteiligte und betroffene Familien früher, verlässlicher
und vernetzter in der Lebenswelt bzw. dem Stadtteil verankert werden.
Das Wächteramt und der Schutzauftrag der staatlichen Gemeinschaft
müssen gestärkt und soziale Frühwarnsysteme entwickelt
werden.
Jugendhilfe und gesundheitliche Vorsorge sowie zivilgesellschaftliches
Engagement sollen zu einer neuen Qualität der Frühförderung
in Familien verzahnt werden.
Gerade für sozial benachteiligte Familien müssen die
klassischen "Komm-Strukturen" vieler Angebote zielgruppenbezogen
verbessert und neue "Geh-Strukturen" entwickelt werden. Mit
dem Projekt wollen wir erreichen:
eine Verbesserung des Kinderschutzes durch Aufbau von Frühwarnsystemen
und frühen Hilfen, eine Verzahnung gesundheitsbezogener Leistungen
und Jugendhilfeleistungen sowie zivilgesellschaftlichem Engagement,
eine Verstärkung des Schutzauftrages des Staates, eine Stärkung
der Erziehungsverantwortung.
Wir stellen für die Umsetzung des Projekts 10 Mio. Euro in
den nächsten fünf Jahren bereit und werden:
Modellprogramme initiieren, fördern, begleiten und evaluieren,
ein Servicebüro beim Bund einrichten, das Aktivitäten
in den Ländern, zum Beispiel die Einrichtung von Eltern-Kind-Zentren
koordiniert, begleitet, evaluiert ,die Umsetzung entsprechender
Programme in den Ländern anregt und den Erfahrungstransfer
sicherstellt,neben dem Servicebüro auf Bundesebene die wissenschaftliche
Begleitung und Programmevaluation finanzieren.
Wir werden eine Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten
bei der Einkommensteuer realisieren, mit der der geminderten steuerlichen
Leistungsfähigkeit von erwerbstätigen Eltern Rechnung
getragen und den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entsprochen
wird. Unterstützende Dienstleistungen für Familien
sollen als Beitrag zur Verbesserung der Balance von Familie und
Arbeitswelt sowie zur Entwicklung des Arbeitsmarktssegments personenbezogene
Dienstleistungen gefördert werden. Eine solche Förderung
der Marktfähigkeit von Dienstleistungsagenturen und steuerlicher
Anreize für Nachfrager dient daneben der Bekämpfung von
Schwarzarbeit. Einen besonderen Platz nimmt hierbei die qualifizierte
und sozial abgesicherte Tagespflege ein. Bessere Rahmenbedingungen
sollen helfen, die Tagespflege als Ergänzung institutioneller
Betreuungseinrichtungen auszubauen."
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Kinder und Jugendliche mit sexuell grenzverletzendem
Verhalten
Fachkongress der Kinderschutz-Zentren und der Forschungsstelle
für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention CAU Kiel:
22.-23.09.2005
Nach der polizeilichen Kriminalstatistik gibt es deutliche Steigerungen
bei jungen Sexualtätern: Innerhalb eines 5-Jahreszeitraumes
von 1999 – 2003 wurden beim sexuellen Missbrauch von Kindern,
d. h. ohne Gewaltanwendung, ca. 22% mehr Kinder (bis 14 Jahre),
ca. 42% mehr Jugendliche (14 – 18 Jahre) und ca. 33% mehr
Heranwachsende (18 – 21 Jahre) registriert. Bei der Vergewaltigung
und der besonders schweren sexuellen Nötigung betrugen die
Steigerungsraten bei Kindern ca. 42%, bei Jugendlichen ca. 44%,
bei Heranwachsenden ca. 30%.
Quelle: http://www.kinderschutz-zentren.org/ksz_news1.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Kinderpornos soll der Geldhahn abgedreht werden
In einer gemeinsamen Aktion ist es Behörden in den USA, Kanada,
England und Australien gelungen, einen Kinderpornografie-Ring zu
zerstören, berichtet Newsfactor.
Die erschreckende Feststellung der Ermittler: statt wie bisher üblich
meist auf Konserven zurückzugreifen wurden die Opfer in diesem
Fall auf Bestellung vor laufender Webcam geschändet.
Insgesamt 26 Täter, die sich über Chaträume austauschten,
gingen den Fahndern ins Netz, einer ist noch flüchtig. Solchen
Organisationen den Geldhahn abzudrehen hat sich eine Koalition
aus Finanzdienstleistern und Hightech-Firmen, darunter die Bank
of America, American Express, Mastercard, AOL, Yahoo und Microsoft
vorgenommen, schreibt die BBC.
Erst das Internet habe die einfache und profitable Verbreitung
von Kinderpornos ermöglicht. Derzeit seien etwa 200.000 Websites
an diesen Geschäften beteiligt, so die BBC.
Indem sie Informationen über kommerzielle Kinderpornografie-Anbieter
untereinander teilen und Zahlungen an dieselben nicht weiterreichen,
wollen die beteiligten Unternehmen den Betreibern die finanzielle
Grundlage ihres Treibens entziehen. Das hehre Ziel der Unternehmen:
Kinderpornografie bis 2008 aus dem Netz zu vertreiben.
Quelle: Spiegel-Online, 17 März 2006
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
9. Literaturhinweise; Publikationen
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
In der Publikation „Fallverstehen
und Diagnostik bei Kindesvernachlässigung“ sind
Vorträge zweier Fachkongresse der Kinderschutz-Zentren in
Köln und Stuttgart veröffentlicht.
Bestellen können Sie dieses Fachheft für 10,00 Euro über
unsere Geschäftsstelle.
Die Kinderschutz-Zentren
Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer
Bonner Str. 147
50968 Köln
Telefon: 0221-56975 3
Internet: www.kinderschutz-zentren.org
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Sexuelle Übergriffe unter Kindern
Situationen zwischen Kindern, die irgendwie sexuell wirken, verunsichern
viele Pädagogen und Pädagoginnen, aber auch Eltern. Das
neue 8-seitige Kompaktwissen der Aktion Jugendschutz erläutert
die Hintergründe der Problematik und gibt Anregungen für
den fachlichen Umgang mit sexuellen Übergriffen in Kindertageseinrichtungen
und an Schulen.
Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Neuerscheinungen.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Fachzeitschrift ajs-informationen
Unsere Fachzeitschrift Die Fachzeitschrift erscheint zukünftig
dreimal jährlich. Das Einzelheft kostet 3,00 EUR, das Jahresabo
7,50 EUR. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Probe-Abonnements.
Mehr dazu http://www.ajs-bw.de/Probe-Abo.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
Vorschau ajs-informationen 1/2006 - "Strategien
gegen Kinderpornografie"
Diese Ausgabe der ajs-informationen dokumentiert Beiträge
der gleichnamigen Fachtagung vom Oktober 2005. Angela Blonski,
Leiterin der Lilith Beratungsstelle in Pforzheim, schreibt zu den
Wirkungen von sexueller Gewalt auf Mädchen und Jungen. Kai
Sachs, Geschäftsführer DGgKV, skizziert Maßnahmen
zur Prävention von pädosexuellen Übergriffen. Hans-Alfred
Blumenstein, Vors. Richter am OLG a.D., erläutert die vielfältigen
Möglichkeiten zum Opferschutz im Strafverfahren. Außerdem
Praxisberichte, Medien und Materialien, aktuelle Termine und Neues
aus der Arbeit der ajs.
Die ajs-informationen erscheint Ende März 2006. Sie können
die Zeitschrift für 3,00 Euro zzgl. Versandkosten bestellen.
Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Aktuelle-Ausgaben.html
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
10. Impressum
Dieser Newsletter wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder-
und Jugendschutz Thüringen e.V. herausgegeben.
Redaktion:
Heiko Höttermann, Geschäftsführer
Ingo Weidenkaff, Referent
LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
Johannesstr. 19
99084 Erfurt
Tel: 0361- 644 22 64
Fax: 0361- 644 22 65
www.jugendschutz-thueringen.de
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für
den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren
Betreiber verantwortlich.
[ zur Themenübersicht
(nach oben) ]
|