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Newsletter 2/2006

nachrichtlich an :

  • Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit Thüringen des Freistaates Thüringen
  • Landesjugendamt Thüringen
  • Jugendämter des Freistaates Thüringen
  • Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
  • Partner und Interessierte der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem zweiten Newsletter in diesem Jahr möchten wir Ihnen an dieser Stelle kinder- und jugendschutzrelevante Informationen weitergeben.

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Gern können Sie uns Vorschläge zu Themenbereichen des Kinder- und Jugendschutzes mitteilen, die in den kommenden Rundschreiben thematisiert werden sollen. Die bisher erschienen Ausgaben unseres Newsletters sind auf unserer Website einsehbar.

Ihr Heiko Höttermann

Geschäftsführer der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

 

Falls Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten möchten, tragen Sie sich bitte hier aus.

 

 

Themen und Inhalte

 

1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle

2. Jugendschutz – Schlagzeilen

3. Jugendmedienschutz

4. Konsumverhalten

5. Sucht und Prävention

6. Gewalt

7. Rechtsextremismus

8. Sexueller Missbrauch, Gewalt, Vernachlässigung

9. Literaturhinweise; Publikationen

10. Impressum

 

 

 

1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle

 

Malbuchaktion: „Nein heißt nein!“
Gefahren erkennen – Vorgehen bei Notfällen

Über 1086 Sponsoren unterstützen das Malbuch zur Gewaltprävention bei Kindern

Das Malbuch „Wahre Freunde“ ist ein richtiges Gemeinschaftswerk. Insgesamt 1086 Sponsoren aus dem gesamten Bundesland Thüringen die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. und der GH Verlag aus der Lutherstadt Wittenberg, der die Idee zu diesem Buch hatte, trugen dazu bei, dass jetzt mehr als 4000 pädagogisch wertvolle Malhefte kostenlos in den Schulen, Kindergärten- und Horteinrichtungen im gesamten Bundesland Thüringen verteilt werden können. Die Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren lernen in diesem Buch die Notrufnummern u.a. die des Kinder- und Jugendsorgentelefons des Freistaates Thüringen „0800-0080080“. Sie erlernen weiterhin die wichtigsten Tätigkeiten der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. In diesem Buch beschäftigen sich die Kinder in einer nachgestellten Bildgeschichte auch mit dem Thema: “Geh nicht mit fremden Personen mit“. Ob eine Person gefährlich ist oder nicht, kann man an seinem Äußeren nicht erkennen. Viele Täter, die von der Polizei festgenommen wurden, sehen völlig unscheinbar oder sympathisch aus. Um an ihre Opfer heranzukommen benehmen sie sich meist sehr nett und freundlich - also Vorsicht bei Fremden! Die Comicfigur Eddi führt die Kinder dabei durch das Malbuch, stellt Fragen und gibt kindgerechte Hinweise zum Verhalten in bestimmten Situationen.

Eine Übergabe der Malbücher an eine 3. Grundschulklasse erfolgte am 10. Januar 2006 in der Einrichtung des Kinder- und Jugendschutzdienstes „Haut-Nah“ am Mainzerhofplatz 3 in 99084 Erfurt um 9.30 Uhr.

Mit den Mal- und Arbeitsbüchern wird die Präventionsarbeit der elf Kinderschutzdienste Thüringens im Rahmen der Erziehungsarbeit für Kinder im Grundschulalter ausgebaut:

(Quelle: Thüringer Allgemeine: 11.01. 2006)

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„ES DEN KINDERN RECHT MACHEN...“

„Tag der gewaltfreien Erziehung“
am 28. April, im Freizeittreff Petersberg

Erstmals rief die LAG Kinder- und Jugendschutz gemeinsam mit dem Kinderschutzbund, LV Thüringen, dem Jugendamt Erfurt, freien Trägern der Jugendhilfe und Familienzentren aus Erfurt in diesem Jahr am 28. April zum Tag für gewaltfreie Erziehung auf. In anderen Ländern hat dieser Tag bereits Tradition. Wir nehmen dieses Datum zum Anlass, an das Recht aller Kinder auf gewaltfreie Erziehung zu erinnern. Seit dem Jahr 2000 haben Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Doch viele Kinder in Deutschland wissen noch nichts von diesem Recht. Und viele Kinder wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Das kostenlose Kinder- und Jugendsorgentelefon (0800 - 0080080) des Freistaates Thüringen ist eine unkomplizierte Antwort auf Sorgen und Nöte von Kindern und Jugendlichen. Nähere Informationen folgen in Kürze.

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„Traumazentrierte Psychotherapie und Trauma-Beratung“

3. Ausbildungskurs für die Ausbildung als TraumatherapeutIn und TraumaberaterIn

Von der Fortbildungskommission für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Thüringens zertifiziert. Die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. führt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen ein 5-teiliges Fortbildungscurriculum durch: II Blockseminar 22. – 24. Mai 2006
Ort: Bildungsstätte der Lebenshilfe "am Luisenpark", Winzerstraße 21, Erfurt.

Nähere Informationen dazu auf unserer Website.

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Vorinformation:

Fachtagung: „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII“
Öffentliche und Freie Träger in gemeinsamer Verantwortung
Termin: 28. Juni 2006, 09:30 bis 17:00 Uhr
Ort: Erfurt, Augustinerkloster

Mit der Einfügung des neuen § 8a SGB VIII, dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung, sind nicht nur die Aufgaben des Jugendamtes, sondern auch die der freien Träger der Jugendhilfe konkretisiert worden. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe „KICK“, das soeben in Kraft getreten ist, hat den Schutzauftrag der Jugendämter und der freien Jugendhilfe stärker herausgearbeitet. Der Schutzauftrag soll insbesondere dadurch gewährleistet werden, dass in Vereinbarungen mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste, die Leistungen nach dem SGB VIII erbringen, sichergestellt wird, dass diese den Schutzauftrag in gleicher Weise wie das Jugendamt wahrnehmen. Falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden, sollen sie das Jugendamt informieren. In diesem Zusammenhang werden an alle Beteiligten zusätzliche Herausforderungen gerade im Hinblick auf die Kooperation gestellt. Diese gilt es kompetent und zukunftsweisend zu gestalten, um einen Beitrag zu einer qualitativen Weiterentwicklung des Hilfesystems zu leisten.

Die Fachtagung verfolgt das Ziel, Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung unter rechtlichen Gesichtspunkten zu erörtern. Besteht zwischen Fachlichkeit bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und der möglichen strafrechtlichen Verantwortung ein Widerspruch oder sind die Anforderungen deckungsgleich?

Durch Vorträge und Diskussionen soll das Spannungsfeld zwischen Elternrecht und Kindeswohl sowie die Tragweite der Befugnisse des staatlichen Wächteramtes beleuchtet werden.

Eine gesonderte Einladung inkl. Programmablauf folgt in Kürze.

Das Programm sowie ein Anmeldeformular steht auf unserer Webseite ab Ende Mai zum Download zur Verfügung: www.jugendschutz-thueringen.de

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Aktuelle Statistik: „Kinder- und Jugend-Sorgentelefon im Freistaat Thüringen“

Mit dem Kinder- und Jugend- Sorgentelefon des Freistaates Thüringen verfügen wir über ein niedrigschwelliges Angebot für Kinder und Jugendliche, die in einer aktuellen Krise und bei persönlichen Problemen, Information, Rat, sowie bei akuten Notlagen auch sofortige Hilfe erhalten können. Dieses Projekt der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V., wird vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit finanziert und durch die Arbeitsgruppe „Sorgentelefon“ fachlich unterstützt.

Insgesamt wurden 31.456 Belegungen sowie 18.348 Gespräche in den acht Telefonstandorten registriert.

Prozentualer Anteil der zentralen Problemlagen 2005 im Vergleich:

  1. Partnerschaft/Freundschaft 26, 8 %
  2. Familienprobleme 19,2 %
  3. Gewalt 11,7 %
  4. Psychische Probleme 11,1 %

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Aktuelle Statistik: „Kinder- und Jugendschutzdienste im Freistaat Thüringen“ – Statistik 2005

Die folgenden ausgewählten statistischen Daten 2005 dokumentieren die Fallarbeit der "Thüringer Kinder- und Jugendschutzdienste" im Jahr 2005

In 11 Kinder- und Jugendschutzdiensten (Erfurt, Weimar – Weimarer Land, Jena, Gera, Greiz, Bad Salzungen, Unstrut - Hainich Kreis Mühlhausen, Heiligenstadt, Nordhausen, Gotha, Suhl) waren im vergangenen Jahr 29 Fachkräfte tätig. In 6 Fachdiensten konnte aus verschiedenen Gründen nur verkürzt gearbeitet werden. Mit jenem Fachkräftepersonal wurde eine Arbeit geleistet, die längst die Grenzen der Belastbarkeit erreicht hat. Die statistischen Übersichten zeigen ein gleichbleibend hohes Niveau der Fallarbeitszahlen (2005: 947).

Nachfolgende Problem-Nennungen steigen, bzw. verharren auf hohem Niveau:

  • Psychische Misshandlung
  • Sexuelle Misshandlung
  • Scheidung der Eltern
  • Sonstige innerfamiliäre Probleme (z.B. Vernachlässigung)

Folgende Trends und Erkenntnisse lassen sich aus der Statistik 2005 entnehmen:

  • Einen vorderen Platz nehmen innerfamiliäre Probleme einschließlich Scheidungsproblematik als Ursache von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein
  • Ein Zuwachs ist in der Fallarbeit bei Jungen ab 7 Jahren zu verzeichnen
  • Bei körperlicher, psychischer und sexueller Misshandlung, Vergewaltigung und Vernachlässigung sind gleichbleibende hohe Fallzahlen festzustellen

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2. Jugendschutz-Schlagzeilen

 

Jugendschutz und kommunaler Jugendförderplan

Es wird immer wieder die Frage gestellt, inwieweit die AJS Unterstützung für die Erstellung der kommunalen Jugendförderpläne anbieten kann – in Form von Koordination / Materialien / Positionspapieren / Fortbildungen. Aus den Äußerungen von Kollegen/innen wissen wir, dass auch eine gewisse Eile bei der Umsetzung kommunaler Jugendförderpläne geboten ist, weil die Vorbereitungen in vielen Kommunen schon weit gediehen seien. Wir sondieren zurzeit die Situation und werden nach den Osterferien einen Vorschlag machen.

Auf folgende Veröffentlichungen weisen wir hin:

Kinder- und Jugendförderplan 2005 – 2006 Jugendamt der Stadt Düsseldorf: http://www.duesseldorf.de/jugendamt/dwn/kjfoeplan.pdf

Konzeption zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und zur Förderung der Erziehung in der Familie, Stadt Menden, Jugend und Soziales, Uschi Rodenthal, Telefon 02373/903-497, Telefax -386;
e-mail: u.rosenthal@menden.de .

Empfehlungen zur Umsetzung des 3. AG KJHG NRW auf der kommun. Ebene: http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Landesjugendamt/LJA/jufoe/3agkjhgnrw/index2_html

Quelle: Newsletter Kinder- und Jugendschutz in NRW

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Neues Online-Handbuch
www.handbuch-jugendschutz.de

Wer sich über die zentralen Begriffe des Kinder- und Jugendschutzes sachgerecht informieren möchte, kann jetzt unter www.handbuch-jugendschutz.de auf ein spezielles „Online-Handbuch“ zurückgreifen, das von einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Bruno W. Nikles im Fachbereich Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen entwickelt wurde.

Neben den zurzeit 120 Begriffserläuterungen gibt es Hinweise auf Literatur und weitere Quellen. Die Links und Informationen werden laufend ergänzt, Anregungen durch Besucher sind willkommen. Das Handbuch leistet damit auch einen Beitrag zur Verknüpfung verstreuter Informationsangebote. Es wurde im Fachbereich Bildungswissenschaften erarbeitet und wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Berlin zu einem zentralen Informationsinstrument ausgebaut. Zu den Zielgruppen dieses Internet-Angebotes zählen unter anderem Fachkräfte in Jugendhilfe und Schule sowie Studierende.

Quelle: BAJ, http://www.bag-jugendschutz.de/index-baj.html

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Aufenthalt von Jugendlichen in Wettbüros

Es wird in jüngster Zeit häufig die Frage gestellt, ob und inwieweit das Aufenthaltsverbot für Jugendliche in Spielhallen gem. § 6 Abs. 1 Jugendschutzgesetz – JuSchG auch für (private) Wettbüros gilt.

Dazu vertritt die AJS folgende Meinung:

Kindern und Jugendlichen kann der Aufenthalt in Wettbüros verboten werden – auch wenn nicht eindeutig geregelt ist, ob sich das Aufenthaltsverbot nach § 6 Abs. 1 JuSchG auf Wettbüros bezieht. Der in dieser Vorschrift verwendete Begriff „Spielhalle“ deckt sich mit § 33i Gewerbeordnung – GewO. Damit ist die Aufstellung von Spielgeräten etc. gemeint. In der Regel sind aber solche Spielgeräte in Wettbüros nicht vorhanden.

Aber im Rahmen der Gefahrenabwehr kann ein Aufenthaltsverbot für Kinder und Jugendliche in Wettbüros dennoch durchgesetzt werden, da Minderjährige nicht an öffentlichen Glücksspielen teilnehmen dürfen (§ 4 Abs. 2 Lotterie-Staatsvertrag). Ein Aufenthalt in einem Wettbüro kann aber dazu verleiten.

Die Frage, ob private Wettbüros weiterhin als unerlaubte Glücksspiele gem. § 284 Strafgesetzbuch – StGB anzusehen sind, soll noch in diesem Monat vom Bundesverfassungsgericht (BverfG) entschieden werden.

Das Urteil wird unmittelbar Folgen für die anstehende Frage des Aufenthaltsverbots für Minderjährige haben und die hier aufgeworfene Frage hoffentlich modifiziert beantworten können. Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt weiter berichten.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger/17.01.2006

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Volksinitiative: Keine Sonntagsöffnung von Videotheken

Die Volksinitiative zur Sonntagsöffnung von Videotheken (siehe Mail-Rundschreiben 32 Ziff. 3 - 5) kommt nicht zum Zuge. Der Landtag lehnte am Donnerstag (19.01.2006) mit den Stimmen von CDU, SPD und Grüne eine Änderung des Feiertaggesetzes ab. Nur die FDP-Fraktion hat sich für eine solche Öffnung ausgesprochen. Bereits in der ersten Beratung Ende November vergangenen Jahres hatte die CDU ihre Ablehnung signalisiert. Fraktionsgeschäftsführer Peter Biesenbach betonte in der damaligen Debatte, die CDU wolle keinen "Rutschbahneffekt" befördern, an dessen Ende der Sonntag ganz gleichgültig werde. Auch die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen erteilten dem Vorhaben von Beginn an eine klare Absage. Initiator der Volksinitiative war der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD).

Er sammelte mehr als 120 000 Unterstützerunterschriften von Bürgern und übersprang damit deutlich die Hürde für einen Erfolg von Volksinitiativen, die bei 66 000 Unterschriften liegt. Nach Angaben des Verbandes ist es Videotheken derzeit in neun Bundesländern erlaubt, sonntags zu öffnen. In NRW wollte der Verband sonntags wenigstens eine Video-Öffnung ab 13 Uhr erreichen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 20.01.2006

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3. Jugendmedienschutz

 

Kinofilm „Tal der Wölfe“ - Appellation beantragt

Kinder- und Jugendminister Armin Laschet hat gestern (20.02.) bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) beantragt, die Altersfreigabe für den umstrittenen türkischen Film „Tal der Wölfe“ auf 18 Jahre heraufzusetzen. Nach Laschets Einschätzung können die zahlreichen Gewaltszenen dazu beitragen, Jugendliche zu beeinträchtigen. Der Arbeitsausschuss der FSK hatte die vom Verleiher beantragte Freigabe des Films ab 12 Jahre abgelehnt und keine Jugendfreigabe erteilt.

Nach Widerspruch durch die Verleihfirma hat die nächste Instanz, der Hauptausschuss, den Film mit „Freigegeben ab 16 Jahre“ gekennzeichnet. Siehe hierzu die Pressemitteilung des MGFFI unter

http://www.presseservice.nrw.de/presse2006/02_2006/060220MGFFI.php.

Wer die Begründung der FSK zur Entscheidung „Freigegeben ab 16 Jahre“ lesen will, kann den Text einsehen unter: http://www.spio.de/index.asp?SeitID=311.

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USK - Bilanz 2005

Insgesamt 2686 Spiele wurden im vergangenen Jahr von der USK geprüft. Fast die Hälfte der Spiele erhielt eine Freigabe ohne Altersbeschränkung (1189 Spiele = 44,7 Prozent). Fast 60 Prozent aller Titel erhielt eine Freigabe unterhalb der 12 Jahre (1612). Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre wurden 77 Prozent aller Computerspiele freigegeben (2047). Keine Jugendfreigabe (nur für Erwachsene) erhielten 4,1 Prozent der Spiele (110). 30 Spiele erhielten überhaupt keine Alterskennzeichnung – auch nicht die mit „Keine Jugendfreigabe“, weil die USK diese Spiele als jugendgefährdend eingestuft hat.
Internet: www.usk.de

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Minister fordert mehr Verantwortung

NRW-Jugendminister Armin Laschet hat von der Computerspielebranche mehr Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen gefordert, zugleich aber vor einer Verteufelung von Computerspielen gewarnt. Laschet sprach zur Eröffnung der Konferenz „Computerspiele und soziale Wirklichkeit„ der Fachhochschule Köln und der Spieleherstellerfirma Electronic Arts am Mittwoch letzter Woche in Köln. http://www.presseservice.nrw.de/presse2006/03_2006/060322MGFFI.php

Quelle: Newsletter des Kinder- und Jugendschutzes NRW

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Medienerziehung in Kindergarten und Grundschule
Broschüre mit großem Praxisteil – Neuerscheinung

Viele Kinder wachsen mit Medien auf und lernen sie zur Unterhaltung zu nutzen. Für welche Fernsehsendungen, Hörkassetten und Computerspiele interessieren sich Mädchen und Jungen? Wie stark nutzen sie schon das Internet, wie werden sie durch Werbung beeinflusst? Und welche Ansätze für die praktische Arbeit gibt es? Die Broschüre enthält Hintergrundinformationen zu den Themen Fernsehkonsum von Kindern, Nutzung von Hörkassetten, Vorlieben bei Computerspielen und Umgang mit dem Internet. Außerdem wird die Bedeutung von Werbung und der Einfluss von Merchandising auf Kinder beleuchtet. Mit verschiedenen praktischen Beispielen sollen zudem Hinweise für die konkrete Arbeit im Kindergarten und der Grundschule gegeben werden. Kopiervorlagen erleichtern dabei die Vorbereitung.

Bestellung (pdf)
DIN A4, 64 Seiten 7,- €, zzgl. Versandpauschale 3,- €

Herausgegeben von:

Landesstelle Jugendschutz Nds.
Leisewitzstr. 26, 30175 Hannover
Tel.: (05 11) 85 87 88
Fax: (05 11) 2 83 49 54
E-Mail: info@jugendschutz-niedersachsen.de

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Links für Kinder / Jugendliche

www.blinde-kuh.de
Erste deutsche Internetsuchmaschine speziell für Kinder; gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMfFSFJ)

www.cafeterra.de
Cafeterra ist ein mehrsprachiges Portal für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Hier kann man Leute kennen lernen, Fragen in der Muttersprache stellen, Artikel lesen, chatten und im Forum posten. Gefördert 2004 vom Ministerium für Kultur NRW und der Robert-Bosch-Stiftung.

www.checked4you.de
Das Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW mit Artikel zu Themen rund um Geld, Shopping und Konsum. Schwerpunkte des Angebots bilden u.a. die zahlreichen Meinungsforen oder auch der jährliche Homepagewettbewerb "website4you".

www.internet-abc.de
Ratgeber des Vereins Internet ABC e.V. für Kinder und Eltern zum (spielerischen) Umgang mit dem Internet; Datenbank zu Lern-, Spiel und Kreativprogrammen.

www.isi-tv.de
Das Internetportal des Projektes [i:si] - Fernsehen von Kindern für Kinder. Ein lokales Angebot, das sich an 9-14 jährige Kinder richtet, die eigene Fernsehsendungen erstellen. Kurze Ausschnitte, Bildgeschichten, interaktive Angebote und weitere Informationen finden sich auf dieser Seite. Unterstützt von der LfM NRW.

www.jukobox.de
Jugendportal für Kölner Jugendliche u.a. mit pädagogischen Beurteilungen von Computer- und Videospielen; vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln

www.kidsweb.de
Eine spannende und umfangreiche Seite für Kinder mit vielen Spielen, Schulthemen, Infos, Chat, Buch- und Filmbesprechungen.

Quelle: www.familieundmedien.de/service/kinder_links.html

www.multikids.de
"Klick mich an, ich nehm' dich mit!": 40 neue Surftipps für Kinder bei "Multikids"
Über 100 empfehlenswerte Webseiten für Kinder zum Thema Medien umfasst die 1999 aufgebaute Linksammlung inzwischen. Damit ist das Webangebot "Multikids", das vom Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) der Hochschule der Medien (HdM) betreut wird, wieder auf dem aktuellen Stand.

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4. Konsumverhalten

 

Neue Schriftenreihe Elternwissen

Wie im letzten Mail-Rundschreiben berichtet, gibt die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. eine neue Schriftenreihe mit dem Titel Elternwissen heraus. Die erste Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Konsum von Kindern und Jugendlichen“. Generell gilt, dass diese Schriftenreihe nur in größeren Stückzahlen abgegeben wird.

Alle, die sich dafür interessieren, mögen sich bitte mit Herrn Georg Bienemann in Verbindung setzen (Telefon: (0251/54027).

Für die Zukunft ist daran gedacht, weitere interessante und wichtige Themen zu publizieren. Jugendämter, die hier kooperieren wollen (also als Mitherausgeber der Schriftenreihe einsteigen möchten), sind dazu herzlich eingeladen.

Diese Einladung richtet die Landesarbeitsgemeinschaft auch an ihre Mitgliedsverbände. Gemeinsam werden die weiteren Themen festgelegt und die Verbreitung der Schriftenreihe abgesprochen. Alle, die Interesse an einer Kooperation haben, sollten sich bald an die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. wenden.

Kath.LAG.Jugendschutz.NW@t-online.de

Quelle: Newsletter Kinder- und Jugendschutz NRW

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Ständig pleite? Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen können
Eine CD-ROM für Kinder zwischen 10 und 12

Handy im Dauerbetrieb, neueste Mode aus dem Internet, großzügiger Umgang mit Geld – das gilt in weiten Kreisen junger Leute als schick. Doch gelten auch die Schulden als schick, die allzu oft dahinterstehen?
Wer cool sein will muss mithalten, koste es was es wolle. Das Taschengeld reicht vorne und hinten nicht. Viele junge Leute können nicht ermessen, welche Löcher Konsumwünsche in die Haushaltskasse reißen und wie lange Eltern für die 100 Euro teuren Schuhe arbeiten müssen. Mit dem „Taschengeldtraining“ der Verbraucherzentrale können Kinder lernen, Einnahmen und Ausgaben besser zu kontrollieren und auch mal ein paar Euro für spätere Wünsche zurück zu legen.
Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.
Die CD gibt es kostenfrei in allen Verbraucherberatungsstellen. Bei Versand fallen 2,50 Euro Versandkosten an.

Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Eugen-Richter-Straße 45
99085 Erfurt
Tel.: +49 361 55514-0
Fax: +49 361 5551440
eMail: info@vzth.de

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„Handys im Alltag von Kindern und Jugendlichen“
Fachtag am 16. Mai 2006 in Stuttgart Vaihingen

Kein anderes Medium ist unter Jugendlichen derart verbreitet wie das Handy. Telefonieren, SMS versenden oder auch fotografieren, um die Liebsten immer bei sich zu tragen. Mit dem Handy organisieren die jugendlichen Nutzer/innen ihren Alltag und sie geben einen großen Teil des Taschengeldes für das Handy aus.

Nutzungsformen und die spezifische Bedeutung des Mediums Handy in der jugendlichen Alltagswelt werden im Mittelpunkt der Tagung stehen. Außerdem werden Fragen des Jugend- und Verbraucherschutzes angesprochen, ebenso wie neue pädagogische Ideen rund ums Handy.

Quelle: http://www.ajs-bw.de/zum-Thema-Medien.html

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5. Suchtprävention

 

Jahrbuch Sucht 2006 vorgestellt

Alljährlich stellt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihrem „Jahrbuch SUCHT“ Zahlen, Daten und Fakten zum Suchtgeschehen in Deutschland vor. „Missbrauch und Abhängigkeit von Drogen und Suchtmitteln aller Art haben sich auf extrem hohem Niveau eingependelt“ so Rolf Hüllinghorst, der Geschäftsführer der DHS. Dabei nannte er es „Besorgnis erregend, dass die Fakten, die für Abhängigkeit, Missbrauch, Einschränkung der Gesundheit, familiäre Probleme, Gewalt und Benachteiligung von Kindern stehen, weder zur Kenntnis genommen werden noch zu Reaktionen führen.“

Mindestens 150.000 vorzeitige Todesfälle jährlich
Am deutlichsten wird das bei der Zahl der vorzeitigen Todesfälle: So sterben in jedem Jahr ca. 140.000 Menschen, weil sie rauchen. Hinzu kommen über 73.000 vorzeitige Tode aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum, in der Regel kombiniert mit Tabak. Die Zahl der „Drogentoten“ lag 2004 bei 1.385 und ging 2005 noch weiter zurück.

Früherkennung, Frühintervention und Prävention
Der DHS geht es darum, so Hüllinghorst, „mehr Menschen früher zu helfen.“ Dazu bedarf es der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und anderen Arbeitsfeldern.

Quelle: Internet-Auftritt der DHS http://www.dhs.de

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Seminar "Suchtprävention"

Das Seminar ist eine Veranstaltung vom Fachforum Drogen der GRÜNEN JUGEND Bundesverband und findet in Jena statt.

Das Seminar soll die Themen Konzepte zur Suchtprävention und persönlichen Drogenmündigkeit sowie die Entwicklung einer positiv besetzen Vision einer Drogenszene und Drogengesellschaft zum Inhalt haben. Nach der Entwicklung des Drogenfachgeschäfte Konzept im letzten Jahr soll nun der Konsument im Mittelpunkt stehen. Es sollen unterschiedliche Präventionskonzepte vorgestellt und diskutiert werden. Die zentrale Frage soll lauten: Was soll und kann Prävention wie erreichen?

Drogenkonsum und Suchtprävention finden nicht im luftleeren Raum statt. Deswegen soll hier auch der Einfluss der jeweiligen Szene und Gesellschaft herausgearbeitet werden.

Das Seminar kostet 15 Euro pro Person. Reisekosten werden zu 50% und bei Bahncard50-BesitzerInnen komplett erstattet.

Rückfragen: unter max.plenert@web.de.
Infos im Wiki: http://wiki.gruene-jugend.de/index.php/Präventionseminar
Anmeldung: www.gruene-jugend.de/anmeldung

Quelle: http://www.gruene-jugend.de/termine/event_8162.html

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6. Gewalt

 

Schulungen zur Elternkursleitung

Der Deutsche Kinderschutzbund Thüringen bietet Ihnen auch in diesem Jahr Schulungen zur Elternkursleitung. Seit Programmbeginn im Jahr 2003 werden in Thüringen an verschiedenen Orten Elternkurse erfolgreich angeboten.

Eltern und Kinder empfinden nach dem Besuch eines Kurses eine Qualitätssteigerung in der innerfamiliären Kommunikation mit positiven Auswirkungen auf Stress und Gewalt in der Familie. Nicht selten wird nach einem Kursbesuch der Wunsch nach weiteren Treffen von Eltern und Kindern bei den Trägern laut.

Das Programm:

Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband Thüringen e.V.
Dalbergsweg 8, 99084 Erfurt
Tel/Fax: 0361/65319483

Carsten Nöthling c.noethling@dksbthueringen.de
Internet: www.kinderschutzbund.de

www.starkeeltern-starkkinder.de

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Tod durch Lebenspartner

In Frankreich stirbt statistisch gesehen alle vier Tage eine Frau an den Folgen von häuslicher Gewalt.

Wie die Regierung in Paris mitteilte, ergab dies eine landesweite Auswertung von Todesfällen in den Jahren 2003 und 2004. Demnach starben in diesem Zeitraum insgesamt 211 Menschen durch ihren Freund/ihre Freundin oder Ehepartner.

Dabei waren 163 getötete Frauen Opfer von Männern. Gleichzeitig kamen 46 Männer durch ihre Frau um. Zudem gab es zwei solcher Todesfälle in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Besonders Trennungsphasen sind der Untersuchung zufolge »Risikozeiträume«.

Quelle: Junge Welt Nr. 275 - 25.11.2005

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Fachgebiet Interkulturelle Kompetenz
Pädagogisches Handeln in der Einwanderungsgesellschaft

Im April 2006 startet unter Mitarbeit der Aktion Jugendschutz ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg: Die berufsbegleitende Weiterbildung "Pädagogisches Handeln in der Einwanderungsgesellschaft". Die etwa einjährige Weiterbildung besteht aus aufeinander aufbauenden Modulen mit einschlägig relevanten Themen.

Am 24. Februar 2006 findet beim Paritätischen Jugendwerk Baden-Württemberg e.V. (PJW) in Stuttgart (Haussmannstr. 6) eine Informationsveranstaltung mit den Verantwortlichen statt.

Mehr dazu:
http://www.ajs-bw.de/zum-Thema-Interkulturelle-Kompetenz.html#a1012

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CDU: Handys mit einem PIN - Schutz versehen

Der Beauftragte der CDU-Landtagsfraktion für Neue Medien, Thomas Jarzombek MdL, hat einen „Sofortplan“ zum Schutz der Kinder vor Gewaltexzessen auf Handys vorgelegt. Unter anderem fordert er eine Deaktivierung der Online-Funktion von Handys.

http://www.cdu-nrw-fraktion.de/1619.php?text=1143191330_pressemitteilung.txt&da

Quelle: Newsletter des Kinder- und Jugendschutzes NRW

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7. Rechtsextremismus

 

Stendaler Schöffengericht fällte Urteil
"Nazi-CD": Angeklagter freigesprochen, Neuauflage vor höherer Instanz folgt

Das Stendaler Schöffengericht hat gestern nach zwei Prozesstagen einen 31-Jährigen aus Kuhlhausen ( Kreis Stendal ) vom Vorwurf freigesprochen, 50 000 Tonträger mit schwer jugendgefährdendem Inhalt bestellt und erhalten zu haben. Die so genannte " Nazi-CD " sollte unentgeltlich an Kinder und Jugendliche verteilt werden. Das Gericht sah im gesprochenen Intro und den Texten der 19 Rechtsrocktitel keine schwere Jugendgefährdung. Was auf der CD " Anpassung ist Feigheit - Lieder aus dem Untergrund " textlich vermittelt wird, ist rechtsextremistisch und sind systemfeindliche Stammtischparolen ", sagte Richterin Petra Ludwig bei ihrer Urteilsbegründung. Allerdings erreichten die Aussagen auf der so genannten Nazi-CD " nicht die Schwelle der Strafbarkeit ".

volksstimme.de: 'Nazi-CD' - Angeklagter freigesprochen, Neuauflage vor höherer Instanz folgt

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Seit einiger Zeit häufen sich Berichte über rechtsextremistische Umtriebe aus thüringischen Regionen.

Der Fokus der Aufmerksamkeit hat sich seit dem Herbst 2004 (Rechter Aufbau Ost - NPD im Sächsischen Landtag) stärker auf den westlich benachbarten Freistaat gerichtet, den die Landesregierung als 'Deutschlands starke Mitte' bewirbt.

Thüringen ist aufgrund seiner geografisch zentralen Lage in den Blickpunkt rechtsextremer Protagonisten geraten, was vor allem Immobilenkäufe und verstärkte Szeneveranstaltungen sowie öffentliche Aktivitäten belegen.

http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/22/22410/1.html&words=Rechtsextremismus

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Was ist ein Skinhead, wie sieht er heute aus?

Zwei Studien wollen belegen, dass Rechtsextremismus in Ostdeutschland an Zustimmung verliert oder sogar out ist.

Wenn viele vieles wollen, dann gerät in der Regel einiges durcheinander. Das ist in der Rechtsextremismus-Forschung nicht anders, da gibt es heute beinah nichts, zudem nicht schon geforscht, zudem alles und darum auch gar nichts gesagt wurde. Zwei neue, kürzlich erschienene Studien bringen es nun wieder einmal auf den Punkt, und sie wollen sogar belegen, dass Rechtsextremismus im Osten an Zustimmung v

http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/22/22453/1.html&words=Rechtsextremismus

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Lichtstrahl in den Code-Dschungel der Neonazi-Szene

Symbole wie C18, 168:1, 28, KC und WAW können vielfach nicht auf den ersten Blick entsprechend gedeutet werden. Eine kleine Broschüre schafft Abhilfe

In früheren Zeiten sei - wie landläufig oft kolportiert wird - wohl einiges besser gewesen, wie auch immer. Bestimmte politische Zusammenhänge waren zumindest visuell allerdings eindeutiger ersichtlich. So waren dazumal Neonazis - wo auch immer in der gerade wiedervereinigten Bundesrepublik - mehr als weniger deutlich schon an ihrem Outfit erkennbar: Spärlich oder gar nicht vorhandener Haarwuchs, so genannte Bomber-Jacke und Springerstiefel, diese zumeist noch mit weißen Schnürsenkeln. Die Lochzahl der Stiefel war da nicht einmal unbedingt ausschlaggebend.

http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/21/21604/1.html&words=Rechtsextremismus

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8. Sexuelle Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung

 

Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Kinder
Kritisch hinsehen und bewusst auswählen!

Neues Faltblatt zu Qualitätskriterien für Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Kinder. Herausgegeben von Aktion Jugendschutz, Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Landesarbeitsgemeinschaft feministischer Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen.

Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Neuerscheinungen.html#a1040

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Neues Internetportal: www.kinderschutz.de
Die Erweiterung des Schutzauftrags der Jugendhilfe bei Kindeswohlgefährdung.

Am 01.10.2005 trat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK = Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz) in Kraft.

In diesem Zusammenhang wurden substantielle Änderungen des SGB VIII vorgenommen, die insbesondere den "Schutzauftrag" der Kinder- und Jugendhilfe bei Gefährdungen des Kindeswohls betreffen.

Ein effektiverer Schutz des Kindeswohls soll insbesondere durch die Konkretisierung des Schutzauftrags des Jugendamtes (§ 8a SGB VIII),  die Neuordnung der vorläufigen Maßnahmen bei Krisenintervention (§ 42 SGB VIII),  eine stärkere Berücksichtigung des Kindeswohls beim Sozialdatenschutz (§§ 61 ff. SGB VIII) und  der verschärften Prüfung von Personen mit bestimmten Vorstrafen (§ 72a SGB VIII) erreicht werden: Vor dem Hintergrund dieser Neuregelungen bestehen vieler Orts noch Unsicherheiten im Hinblick auf die veränderten Anforderungen sowie das Verfahren im Umgang bei Kindeswohlgefährdungen.

Um diesen neuen Herausforderungen Rechnung zu tragen, werden verschiedene Projekte und Veranstaltungen zu diesem Thema vom Institut für soziale Arbeit e.V. Münster durchgeführt. Auf dem neuen Internetportal www.kindesschutz.de werden Sie aktuell und kontinuierlich über den Stand der juristischen und fachlichen Diskussionen informiert. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, spezielle Fortbildungsangebote wahrzunehmen, die Sie auf die Anforderungen und fachlichen Standards im Umgang bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung vorbereitet und ausbildet. Zudem sind dort mehrere aktuelle Expertisen und externe Angebote zum Thema Kindesschutz (Stand Februar 2006) zu finden.

Ansprechpartner zu diesem Thema im Institut für soziale Arbeit e.V. sind:

Dr. Sigrid Bathke und Dr. Erwin Jordan
ISA e.V. Muenster
Studtstr. 20, 48149 Münster
Telefon: 0251/92 53 6 - 0
Telefax: 0251/92 53 6 – 80

Quelle: Newsletter des ISA, 09.02.2006

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Frühwarnsystem gegen Kindesmisshandlungen

Die Bundesregierung plant den Aufbau eines Frühwarnsystems, um Misshandlungen und Vernachlässigungen von Kindern vorzubeugen. Damit kommt die Bundesregierung ihrer Wächterfunktion dort nach, wo Kinder auf der Schattenseite des Lebens geboren sind und Eltern mit der Situation überfordert sind.
 "Glücklicherweise kommen die allermeisten Familien gut mit ihren Kindern zurecht. Doch dort, wo dies nicht der Fall ist, muss auch der Staat auf die Eltern zugehen, um von Anfang an Hilfe anzubieten", so Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. "Viele Mütter und Väter, die ihre Kinder vernachlässigen oder misshandeln, haben häufig selbst in ihrer Kindheit Gewalt erfahren. Diesen Kreis müssen wir unterbrechen, indem wir früher hinschauen und von Anfang an dafür sorgen, dass alle Kinder verlässliche Strukturen und damit einen sicheren Hafen bekommen. Daher investieren wir insgesamt 10 Millionen Euro in Programme zum Aufbau eines sozialen Frühwarnsystems."
Ziel ist ein bundesweites Hilfsnetz aus Hebammen, Kliniken, Ärzten und Jugendhilfe aufzubauen, um benachteiligte Kinder zu schützen und zu fördern. Aktivitäten in den Ländern sollen vom Bund koordiniert, begleitet und ausgewertet werden.

Auszüge aus dem Koalitionsvertrag zum geplanten Frühwarnsystem
Projekt "Frühe Förderung für gefährdete Kinder - Prävention durch Frühförderung“

"Kinder mit sozialen und gesundheitlichen Risiken brauchen Förderung von Anfang an. Dazu müssen Hilfen für sozial benachteiligte und betroffene Familien früher, verlässlicher und vernetzter in der Lebenswelt bzw. dem Stadtteil verankert werden. Das Wächteramt und der Schutzauftrag der staatlichen Gemeinschaft müssen gestärkt und soziale Frühwarnsysteme entwickelt werden.
Jugendhilfe und gesundheitliche Vorsorge sowie zivilgesellschaftliches Engagement sollen zu einer neuen Qualität der Frühförderung in Familien verzahnt werden.
Gerade für sozial benachteiligte Familien müssen die klassischen "Komm-Strukturen" vieler Angebote zielgruppenbezogen verbessert und neue "Geh-Strukturen" entwickelt werden.  Mit dem Projekt wollen wir erreichen:
eine Verbesserung des Kinderschutzes durch Aufbau von Frühwarnsystemen und frühen Hilfen, eine Verzahnung gesundheitsbezogener Leistungen und Jugendhilfeleistungen sowie zivilgesellschaftlichem Engagement, eine Verstärkung des Schutzauftrages des Staates, eine Stärkung der Erziehungsverantwortung.

Wir stellen für die Umsetzung des Projekts 10 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren bereit und werden:

Modellprogramme initiieren, fördern, begleiten und evaluieren,
ein Servicebüro beim Bund einrichten, das Aktivitäten in den Ländern, zum Beispiel die Einrichtung von Eltern-Kind-Zentren koordiniert, begleitet, evaluiert ,die Umsetzung entsprechender Programme in den Ländern anregt und den Erfahrungstransfer sicherstellt,neben dem Servicebüro auf Bundesebene die wissenschaftliche Begleitung und Programmevaluation finanzieren.

Wir werden eine Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten bei der Einkommensteuer realisieren, mit der der geminderten steuerlichen Leistungsfähigkeit von erwerbstätigen Eltern Rechnung getragen und den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entsprochen wird. Unterstützende Dienstleistungen für Familien sollen als Beitrag zur Verbesserung der Balance von Familie und Arbeitswelt sowie zur Entwicklung des Arbeitsmarktssegments personenbezogene Dienstleistungen gefördert werden. Eine solche Förderung der Marktfähigkeit von Dienstleistungsagenturen und steuerlicher Anreize für Nachfrager dient daneben der Bekämpfung von Schwarzarbeit. Einen besonderen Platz nimmt hierbei die qualifizierte und sozial abgesicherte Tagespflege ein. Bessere Rahmenbedingungen sollen helfen, die Tagespflege als Ergänzung institutioneller Betreuungseinrichtungen auszubauen."

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Kinder und Jugendliche mit sexuell grenzverletzendem Verhalten

Fachkongress der Kinderschutz-Zentren und der Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention CAU Kiel: 22.-23.09.2005

Nach der polizeilichen Kriminalstatistik gibt es deutliche Steigerungen bei jungen Sexualtätern: Innerhalb eines 5-Jahreszeitraumes von 1999 – 2003 wurden beim sexuellen Missbrauch von Kindern, d. h. ohne Gewaltanwendung, ca. 22% mehr Kinder (bis 14 Jahre), ca. 42% mehr Jugendliche (14 – 18 Jahre) und ca. 33% mehr Heranwachsende (18 – 21 Jahre) registriert. Bei der Vergewaltigung und der besonders schweren sexuellen Nötigung betrugen die Steigerungsraten bei Kindern ca. 42%, bei Jugendlichen ca. 44%, bei Heranwachsenden ca. 30%.

Quelle: http://www.kinderschutz-zentren.org/ksz_news1.html

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Kinderpornos soll der Geldhahn abgedreht werden

In einer gemeinsamen Aktion ist es Behörden in den USA, Kanada, England und Australien gelungen, einen Kinderpornografie-Ring zu zerstören, berichtet Newsfactor. Die erschreckende Feststellung der Ermittler: statt wie bisher üblich meist auf Konserven zurückzugreifen wurden die Opfer in diesem Fall auf Bestellung vor laufender Webcam geschändet.

Insgesamt 26 Täter, die sich über Chaträume austauschten, gingen den Fahndern ins Netz, einer ist noch flüchtig. Solchen Organisationen den Geldhahn abzudrehen hat sich eine Koalition aus Finanzdienstleistern und Hightech-Firmen, darunter die Bank of America, American Express, Mastercard, AOL, Yahoo und Microsoft vorgenommen, schreibt die BBC. Erst das Internet habe die einfache und profitable Verbreitung von Kinderpornos ermöglicht. Derzeit seien etwa 200.000 Websites an diesen Geschäften beteiligt, so die BBC.

Indem sie Informationen über kommerzielle Kinderpornografie-Anbieter untereinander teilen und Zahlungen an dieselben nicht weiterreichen, wollen die beteiligten Unternehmen den Betreibern die finanzielle Grundlage ihres Treibens entziehen. Das hehre Ziel der Unternehmen: Kinderpornografie bis 2008 aus dem Netz zu vertreiben.

Quelle: Spiegel-Online, 17 März 2006

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9. Literaturhinweise; Publikationen

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In der Publikation „Fallverstehen und Diagnostik bei Kindesvernachlässigung“ sind Vorträge zweier Fachkongresse der Kinderschutz-Zentren in Köln und Stuttgart veröffentlicht.

Bestellen können Sie dieses Fachheft für 10,00 Euro über unsere Geschäftsstelle.

Die Kinderschutz-Zentren
Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer
Bonner Str. 147
50968 Köln
Telefon: 0221-56975 3

Internet: www.kinderschutz-zentren.org

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Sexuelle Übergriffe unter Kindern

Situationen zwischen Kindern, die irgendwie sexuell wirken, verunsichern viele Pädagogen und Pädagoginnen, aber auch Eltern. Das neue 8-seitige Kompaktwissen der Aktion Jugendschutz erläutert die Hintergründe der Problematik und gibt Anregungen für den fachlichen Umgang mit sexuellen Übergriffen in Kindertageseinrichtungen und an Schulen.

Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Neuerscheinungen.html

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Fachzeitschrift ajs-informationen

Unsere Fachzeitschrift Die Fachzeitschrift erscheint zukünftig dreimal jährlich. Das Einzelheft kostet 3,00 EUR, das Jahresabo 7,50 EUR. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Probe-Abonnements.

Mehr dazu http://www.ajs-bw.de/Probe-Abo.html

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Vorschau ajs-informationen 1/2006 - "Strategien gegen Kinderpornografie"

Diese Ausgabe der ajs-informationen dokumentiert Beiträge der gleichnamigen Fachtagung vom Oktober 2005. Angela Blonski, Leiterin der Lilith Beratungsstelle in Pforzheim, schreibt zu den Wirkungen von sexueller Gewalt auf Mädchen und Jungen. Kai Sachs, Geschäftsführer DGgKV, skizziert Maßnahmen zur Prävention von pädosexuellen Übergriffen. Hans-Alfred Blumenstein, Vors. Richter am OLG a.D., erläutert die vielfältigen Möglichkeiten zum Opferschutz im Strafverfahren. Außerdem Praxisberichte, Medien und Materialien, aktuelle Termine und Neues aus der Arbeit der ajs.

Die ajs-informationen erscheint Ende März 2006. Sie können die Zeitschrift für 3,00 Euro zzgl. Versandkosten bestellen.

Mehr dazu: http://www.ajs-bw.de/Aktuelle-Ausgaben.html

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10. Impressum

Dieser Newsletter wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. herausgegeben.

Redaktion:
Heiko Höttermann, Geschäftsführer
Ingo Weidenkaff, Referent

LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
Johannesstr. 19
99084 Erfurt
Tel: 0361- 644 22 64
Fax: 0361- 644 22 65
www.jugendschutz-thueringen.de

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