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Newsletter 3/2008

nachrichtlich an :

  • Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit Thüringen des Freistaates Thüringen
  • Landesjugendamt Thüringen
  • Jugendämter des Freistaates Thüringen
  • Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
  • Partner und Interessierte der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.


Sehr geehrte Damen und Herren,


nachfolgend haben wir f?r Sie kinder- und jugendschutzrelevante Informationen zusammengestellt.
Vielen Dank für Ihr Interesse.

Ihr Heiko Höttermann

Geschäftsführer der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

 

Falls Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten möchten, tragen Sie sich bitte hier aus.

 

 

Themen und Inhalte

Mit dem aktuellen Newsletter m?chten wir Sie ?ber folgende Themen informieren:

1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle

2. Vorschau auf Veranstaltungen

3. Konsumverhalten und Sucht

4. Kinder- und Jugendmedienschutz

5. Sexueller Missbrauch und Vernachlässigung

6. Gewalt

7. Kindeswohlgefährdung

8. Kinderarmut in Thüringen

 

 

1. Aktuelles aus der Geschäftsstelle

 

Tagung „Wo sind die Werte unserer Jugend?

Am 30.September 2008 trafen sich im Thüringer Landtag mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schule und Jugendarbeit zu einer Tagung über Werte. Dabei wurde eingangs der Tagung deutlich, dass bestimmte Wertepräferenzen einem permanenten Wandel unterliegen, der vor allem von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Werte gehen dabei nicht verloren, wie oft behauptet wird, sondern unterliegen einer stetigen Transformation. Am Nachmittag wurde das Thema Werte intensiver beleuchtet. So ging es um die Vermittlung von Wertebewusstsein innerhalb der Schule, den Einfluss moderner Medien auf die Wertebildung von Jugendlichen und die Betrachtung jugendlicher Wertvorstellungen in der Gegenwart. Das Thema bot reichlich Diskussionsstoff zwischen Teilnehmern und Fachleuten. Der intensive Diskurs um Werte- und Moralvorstellungen zeigte eines recht deutlich: die Ansichten und Interpretationen variieren sehr stark und zeigen schließlich - was weniger überrascht - dass Wertvorstellungen zwischen den Generationen für reichlich Konfliktstoff sorgen können. Unterm Strich bleibt: ein Wertediskurs, so mühsam er auch erscheinen mag, ist wichtig und kann fruchtbar sein, so er die Meinungsbilder junger Menschen vorbehaltlos einbezieht und jungen Menschen einen realitätsnahen Orientierungsrahmen bietet.

Zusammenfassung der Tagung unter Materialien auf unserer Webseite.

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Tagung „Urheberrecht in der digitalen Welt“

Am 24. September fand die Tagung „Das Urheberrecht in der digitalen Welt“ statt, zu dem mehr als 60 Interessierte aus Schulen und sozialen Einrichtungen kamen. Das Internetrecht offenbart sich als diffuser und für viele scheinbar rechtsfreier Raum mit einigen Tücken, die man allzu gern übersieht. So ist bei illegalen Downloads Gefahr im Verzug, weil man im Netz nur unter großem technischen Aufwand anonym bleiben kann. Ebenso gibt es große Unsicherheiten, vor allem unter Pädagogen, beim Verwenden von autorisierten Inhalten, die Patentrechte anderer nicht zu verletzen. Die Tagung hat aufzeigen können, dass man im Netz vor Fallstricken nicht gefeit ist und gut beraten ist, sich vor dem Einrichten einer Webpräsenz, einem Vertragsabschluss oder Datendownloads mit den Grundsätzen des Urheberechts ausführlich vertraut zu machen. Tut man das nicht, handelt man grob fahrlässig und muss selbst im günstigen Fall eines Vergehens finanzielle Einbußen hinnehmen. Eines hat die Tagung allerdings auch gezeigt: Es besteht noch viel Bedarf, an der Umsetzung des deutschen Urheberrechts nachbessern – im Sinne aller Beteiligten.

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Vorstandsklausur

Auf der diesjährigen Vorstandsklausur der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. vom 9. bis 10. Oktober in Oberhof wurden aktuelle Arbeitsschwerpunkte, sowie die Planung 2009 besprochen. Dabei wurde die bisherige Form des Jahresplans überarbeitet. In Kürze kann der Jahresarbeitsplan 2009 auf unserer Webseite abgerufen werden. Eckpunkte 2009 sind u.a.:

  • Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung: - Handlungsschritte für einen verantwortungsvollen Umgang in der Schule
  • Jugendmedienschutz: Fachveranstaltung zum Thema „sexuelle Verwahrlosung von Jugendlichen“
  • Öffentlichkeitsarbeit: u.a. Tag der gewaltfreien Erziehung, Thüringenspezifische Informationsmaterialien zum Kinder- und Jugendschutz

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2. Vorschau auf Veranstaltungen

  • Praxistag „Jungen und Aggression“ am 02.12.08 im Zinsendorfhaus Neudietendorf (Infos unter: http://www.ev-akademie-thueringen.de)
  • Tagung in Hamburg 2009: „Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche“ (der Flyer ist auf der Webseite der LAG abrufbar)

3. Konsumverhalten und Sucht

Alkoholmissbrauch: Flyer informiert und gibt Tipps

„Komasaufen“ – Alkoholmissbrauch der lebensgefährlichen Art – Flyer mit Informationen und Tipps zur Vorbeugung Das übermäßige Alkoholtrinken wird bei Jugendlichen zunehmend zu einem Problem. Eine aktuelle Studie der BKK Westfalen-Lippe belegt die steigende Zahl der Heranwachsenden, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Im Jahr 2000 waren es 9.500 Jugendliche, im Jahr 2005 schon 19.400. Mehr als die Hälfte von ihnen hatte über 2 Promille Alkohol im Blut. Allerdings ist das „Komasaufen“ nur eine extreme Form des riskanten Alkoholkonsums bei Jugendlichen und somit Teil eines größeren Problems. Denn nach einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) konsumieren 51 % der 16- bis 17-Jährigen und 12 % der 12- bis 15-Jährigen mindestens ein Mal pro Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke pro Tag. Der Flyer ist auch als Download unter www.bkk-wl.de verfügbar.

Quelle: www.krankenkassensuche.de

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Frühes Rauchen: Leben stärker verkürzt als gedacht

Wer das Rauchen in jungen Jahren beginnt, gefährdet seine Gesundheit mehr, als bisher angenommen. Die Lebenserwartung von Rauchern, die schon als Jugendliche mit dem Qualmen angefangen haben, könnte noch kürzer sein als bisher angenommen. Wer bereits im Alter von 14 oder 15 Jahren zur Zigarette greift, stirbt möglicherweise mehr als 20 Jahre früher als gleichaltrige Nichtraucher, teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne mit. Bislang habe gegolten, dass Raucher im Schnitt eine um 10 Jahre geringere Lebens-erwartung haben. Nun stehe fest, dass diese Annahme nur für Raucher zutrifft, die erst als Erwachsene mit dem Zigarettenkonsum begonnen haben, so die DGP.

Quelle: www.fnp.de

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Angeblich Tausende Thüringer computersüchtig

In Thüringen gelten rund 12.500 Jugendliche und junge Männer als Computerspielabhängig. Diplom-Psychologe Kai Müller von der Spielsuchtambulanz in Mainz sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, bei einem Drittel der Abhängigen könne sogar von Computerspielsucht gesprochen werden.

Quelle: www.mdr.de

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4. Kinder- und Jugendmedienschutz

„Killerspiele in Deutschland schnellstmöglich verbieten"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann will ein rasches Verbot von "Killerspielen" in Deutschland. Dies unterstrich er bei einem Expertengespräch in Berlin, an dem u.a. auch der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer teilnahm. Herrmann: "Ich halte den derzeitigen Jugendschutz bei Computerspielen für völlig unzureichend. Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen, an deren erster Stelle ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht. Herrmann verwies auf eine Bundesratsinitiative Bayerns von Januar 2007 zur Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes vor menschenverachtenden Gewaltangeboten wie Killerspielen.

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Internet-Mobbing

Das Thüringer Kultusministerium hat eine Handreichung für den Umgang mit Mobbing von Lehrkräften im Internet herausgegeben. Das neunseitige Papier informiert Lehrer darüber, welche pädagogischen und rechtlichen Möglichkeiten es gibt, wenn sie im Internet dargestellt und beurteilt werden. Das Schülerportal "spickmich.de", das sich zuletzt immer wieder vor Gericht gegen zwei klagende Lehrerinnen aus Nordrhein-Westfalen durchsetzen konnte, die sich durch Schülerbenotungen in ihren Persönlichkeitsrechten beeinträchtigt sahen, wird darin ausdrücklich als Internetseite beschrieben, die sich "deutlich" von anderen "gänzlich unregulierten Internetangeboten" unterscheide, wo etwa "Hinrichtungsvideos und pornografische Fotomontagen von Lehrkräften" zu finden seien.

Quelle: www.heise.de

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22988 - Die Nummer für mehr Jugendschutz im Mobilfunk

Die vor einem Jahr durch führende Mobilfunkanbieter in Deutschland sowie die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia Diensteanbieter e.V. (FSM) gezeichnete Selbstverpflichtung für mehr Jugendschutz im Mobilfunk wurde erfolgreich umgesetzt. Die umgesetzten Maßnahmen umfassen neben einem stärkeren Informationsangebot von Jugendschutzangeboten für Kinder und Jugendliche eine optionale Internetsperre und unter der Mobilfunkkurzwahlnummer 22988 eine kostenfreie Jugendschutz-Hotline, die Auskunft zu Jugendschutzoptionen und -tarifen gibt. Mit der Website www.jugend-und-handy.de haben die Mobilfunkunternehmen und die FSM in Kooperation mit Klicksafe und der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. zudem ein Informationsportal rund um das Thema Jugendschutz im Mobilfunk geschaffen.

Quelle: www.grenchen.net

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Jugendschutz im Internet – Verstöße erreichen neuen Höchststand

Die zentrale Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet, jugendschutz.net, hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand bei Verstößen gegen den Jugendschutz registriert. Insgesamt seien 2.883 Verstöße erfasst worden, das entspricht einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2006. Wie der präsentierte Jahresbericht zeigt, handelte es sich dabei vor allem um pornografische Seiten (52 Prozent) und rechtsextreme Propaganda (14 Prozent). Im Ausland stieß jugendschutz.net auch vermehrt auf Kinderpornografie, die um 25 Prozent angestiegen ist. In Anbetracht dieser dramatischen Zunahme fordert die Kontrollstelle mehr Rücksicht auf Kinder und Jugendliche im Web 2.0. Diese seien von den Möglichkeiten des Mitmach-Internets fasziniert, wüssten aber oft nur sehr eingeschränkt über deren Risiken Bescheid, so die Jugendschützer.

Quelle: www.grenchen.net

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5. Sexueller Missbrauch und Vernachlässigung

Diskussion um Zwangsuntersuchung zum Schutz vor Missbrauch

Kein Arztzwang - Bund und Länder wollen im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern nun doch auf Zwangsuntersuchungen verzichten. Statt dessen soll verstärkt zu Kontrollen eingeladen werden.

Nähere Informationen: www.zeit.de

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6. Gewalt

Fachkongress Häusliche Gewalt

Am 29.-30.September 2008 trafen sich ca. 100 Experten aus dem Bereich der Jugend- und Frauenhilfe, der Polizei und der Justiz in Leipzig, um über die Problematik der Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf die Kinder zu diskutieren. Auch wenn es seit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes (Januar 2002) in vielen Städten und Regionen gelungene Netzwerkarbeit gibt, ist sie noch nicht flächendeckend und es kommt in Einzelfällen immer wieder zur Kollision zwischen verschiedenen Rechtsansprüchen und Interessen. Und immer wieder gerät aus dem Blick, dass Kinder betroffen sind, wenn sie Gewalt zwischen den Eltern miterleben müssen. Ihre psychische und seelische Entwicklung ist nachhaltig beeinflusst, oftmals sind sie traumatisiert und/oder leiden unter körperlichen Symptomen. Sie brauchen nicht nur Schutz, sondern auch Erwachsene, die ihre Situation mit ihnen besprechen, und dabei ihren Eltern Wertschätzung entgegenbringen ohne ihr Handeln zu entschuldigen.

Quelle: Newsletter – Kinderschutz-Zentren, Oktober 2008

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Ausländische Jugendliche sind nicht gewalttätiger als Deutsche

Eine Studie räumt mit manchen Vorurteilen über Jugendkriminalität auf. Bis zum Alter von 17 Jahren haben allerdings drei Fünftel der Jugendlichen mindestens einmal eine kriminelle Tat begangen, wobei es sich allerdings meist um leichte Straftaten handelt, immerhin werden aber noch von einem Drittel auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen und Raubdelikte genannt. Interessant ist, dass dieses Ausreizen der Spielräume schon nach einem steilen Anstieg am Ende des Kindesalters mit 15 Jahren schon wieder zurück. Eines der Ergebnisse der ersten Auswertung ist, dass jugendliche Migranten nicht pauschal krimineller sind. Abgesehen von Gewaltkriminalität seien jugendliche Migranten sogar weniger kriminell als die deutschen. Die Wissenschaftler interpretieren die wilden Jahre während der Pubertät als eine Art des Hineinwachsens in die Gesellschaft durch das Erproben von deren Grenzen.

Quelle: www.heise.de

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7. Kindeswohlgefährdung

Buchtipp: Konzepte bei Kindeswohlgefährdung

Entmutigte Familien bewegen (sich) - Konzepte für den Alltag der Jugendhilfe bei Kindeswohlgefährdung Auf Grund der großen Nachfrage wurde dieses Buch in diesem Jahr neu aufgelegt und ist über die Geschäftsstelle der Kinderschutz-Zentren für 14,95 € (zzgl. Portokosten) zu beziehen.

Nähere Informationen gibt es hier: www.kinderschutz-zentren.org

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Kinderschutz im Internet – EU stellt Gelder bereit

Kinder sind, nach Meinung vieler Experten, schutzlos den illegalen Inhalten des Netzes und krimineller Handlungen ausgesetzt. Die Liste von kriminellen Handlungen, die mit der Nutzung des Internets in Verbindung stehen, ist lang: Sie reicht von Kinderpornographie bis hin zu persönliche Bedrohungen. Das EU-Parlament sieht nun dringenden Handlungsbedarf, der mit dem „Safer Internet“-Programm gewährleistet werden soll. Von 2009 bis 2013 sollen 55 Millionen Euro bereitgestellt werden, um Kinder, Eltern und Lehrer auf das Thema aufmerksam zu machen und u.a. Telefon-Hotlines in ganz Europa zu unterstützen. Oberste Priorität besteht darin, junge Menschen auf die möglichen Formen des Missbrauchs und die Wichtigkeit ihrer Privatsphäre aufmerksam zu machen.

Quelle: journal.juridicum.at

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Arbeitshilfe 'Kinderschutz in der Schule'

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen eines Projektes besonders als Empfehlung für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte eine Arbeitshilfe erarbeitet. Innerhalb des Programms "Frühe Förderung für Kinder" gab es ein Projekt: "Kinderschutz als Aufgabe der offenen Ganztagsschule". Hier hat eine Arbeitsgruppe eine 52seitige Arbeitshilfe zur Umsetzung des Kinderschutzes in der Schule erarbeitet. In der Arbeitshilfe wird dargestellt, anhand welcher Indikatoren Lehrkräfte feststellen können, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Ferner finden sich hier Informationen zu Elterngesprächen, Erfahrungsaustausch mit Kollegen und dem Thema Datenschutz. Ebenso informiert die Broschüre über die Arbeitsweise des Jugendamtes im Zusammenhang mit Kindeswohlgefährdungen.

Die Arbeitshilfe kann unter www.ganztag.nrw.de bestellt oder heruntergeladen werden.

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8. Kinderarmut in Thüringen

"Gemeinsame Soziale Wort" unterzeichnet

Im Thüringer Landtag fand am 1.Oktober die vom Landesjugendring Thüringen einberufene und vorbereitete Konferenz zur Kinderarmut statt. Dort wurde das von 16 unterschiedlichen BündnispartnerInnen erarbeitete "Gemeinsame Soziale Wort" vorgestellt und an Politik und Kirche übergeben. In diesem sozialen Wort werden die Missstände in unserer Gesellschaft im Umgang mit unseren Kindern aufgeführt sowie Lösungsansätze zur Bekämpfung von Kinderarmut genannt. Das soziale Wort zur Kinderarmut soll als Aufforderung an die Thüringer Politiker, Wirtschaft, Verbände sowie jeden Einzelnen verstanden werden, sich aktiv gegen Kinderarmut einzusetzen.

Nachfolgend das Papier als Download: Gemeinsames Soziale Wort

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Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen in Thüringen

m Rahmen einer Pressekonferenz nahm die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Frau Christine Lieberknecht am 21.10. 2008 die durch das Institut empirica ag Berlin erstellte Studie zur Kinderarmut in Thüringen offiziell entgegen.

Nachfolgend die Studie als Download: Studie

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Kinderarmut bekämpfen, Kinderrechte ins Grundgesetz – Stellungnahme der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. begrüßt die Unterzeichnung des „gemeinsamen sozialen Wortes“ als Zeichen gegen Kinderarmut in Thüringen. Gleichzeitig fordern wir zum politischen Handeln auf, denn den Worten müssen Taten folgen. Der durch die Sozialministerin Christine Lieberknecht angekündigte Maßnahmenkatalog wird daher mit Spannung erwartet. Es geht aber nicht nur um Geld, sondern um Initiativen, die von Armut betroffene Kinder und Jugendliche vor Ort unterstützen, ihr Leben selbstbewusst in die Hand zu nehmen und aus dem Armutskreislauf auszubrechen. Wichtig ist es daher, dass verschiedene Akteure vor Ort eng zusammenwirken und gemeinsam Verantwortung übernehmen, um mit konkreten Projekten, Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern. Nirgendwo ist der Bildungserfolg von Kindern so von der sozialen Herkunft abhängig wie in Deutschland. Von Partizipation wird zwar viel gesprochen, konkrete Mitbestimmungsrechte für Kinder und Jugendliche fehlen jedoch. Kinderrechte gehören daher ins Grundgesetz.

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Impressum

Dieser Newsletter wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. herausgegeben.

Redaktion:
Heiko Höttermann, Geschäftsführer
Ingo Weidenkaff, Referent

LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
Johannesstr. 19
99084 Erfurt
Tel: 0361- 644 22 64
Fax: 0361- 644 22 65
www.jugendschutz-thueringen.de

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